Alles ganz anders

Heute war es warm und drückend und der Große wollte unbedingt Rad fahren, aber sonst keiner und ich sollte auch radfahren. Und weil er meistens macht, was ich gerne hätte, habe ich heute gemacht, was er gerne hatte. Also sind wir die für heute geplante Strecke beide gefahren. War auch gut, knapp 10 km in etwas mehr als einer halben Stunde.

Fahrradtour

Gestern bin ich von meiner Tagung mit Vortrag aus Marokko gut zurück gekommen. Deshalb bin ich die ganze Woche nicht zum Laufen gekommen.

Heute waren wir bei der Verwandtschaft eingeladen und spontan sind Benjamin und ich die knapp 17 km mit dem Fahrrad gefahren. Das war ziemlich cool, ziemlich bergauf-und-bergab, Wiesenwege, Fahrradwege, Straße und querfeldein, denn auf der Landstraße wollte ich mit meinem Achtjährigen nicht so gerne fahren. Nach eineinhalb Stunden mit Pausen sind wir gut angekommen.
Abends haben wir für die Rückfahrt einen anderen, aber nicht kürzeren Weg genommen. Da es leicht genieselt hat und es spät war, sind wir etwas zügiger gefahren und haben nur etwa eine Stunde gebraucht.
Macht ungefähr 35 Fahrradkilometer heute.

Heimgefahren

Nachdem es so schön war am Freitag bin ich mit dem Großen gestern von Kassel mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Das ist zwar auch ein Radweg größtenteils am Fluss entlang, allerdings doch mit einigen Anstiegen zwischendrin. Die haben wir dann hochgeschoben und nach einem Motivationsloch sind wir nach zwei Stunden zu Hause angekommen. Direkt nach Hause zu fahren ist einfach unschlagbar!

Das waren dann noch einmal 23 km. Macht 78 km innerhalb von drei Tagen, das hat mein Sechsjähriger gut hinbekommen!

Fahrradtour

Zum Laufen komme ich zur Zeit nicht. Dafür habe ich die erste große Fahrradtour mit meinem Großen gemacht.

Gemeinsam mit unseren Verwandten sind wir von Fritzlar zum Edersee gefahren. Die Strecke ist nahezu komplett eben und somit gut für meinen Großen geeignet. Gestartet sind wir morgens um 10 Uhr in Fritzlar. In unser Auto passen tatsächlich fünf Personen, ein Erwachsenenfahrrad, ein Kinderfahrrad und ein Kinderwagen! Zu sechst sind wir mit den Rädern zum Edersee gestartet. Im roten T-Shirt bin ich zu sehen, im grünen ganz rechts mein „Großer“ – auch wenn er bei der Tour der Kleinste war.

Mein Mann ist mit den beiden Kleinen mit dem Auto zum Edersee gefahren, damit wir uns dort mittags treffen konnten. Hat auch geklappt. Treffpunkt war die Staumauer.

Am Edersee haben wir noch eine kleine Tour dran gehängt, weil gerade mal wieder Niedrigstand ist und somit die „versunkene Stadt“ besichtigt werden kann. Das war ein Erlebnis!

Auch die Rückfahrt nach Fritzlar hat gut geklappt und so hatten wir am Ende des Tages 55 km auf dem Tacho stehen.

Hat nicht geklappt

Arbeiten, Haushalt und drei Kinder macht laufen während der Woche schwierig. Da Mittwoch mein freier Tag ist, hab ich gedacht, ich komme dann zum Laufen. Aber da Mittwoch mein freier Tag ist, liegen dort alle privaten Termine. Hmpf.

Immerhin bin ich aber am Freitagnachmittag mit dem Großen Fahrrad gefahren. Ich sags nur ungern, aber am Ende der 16 km war er noch fitter als ich. Über schmerzende Oberschenkel hat er auch nicht geklagt ;-). Noch schafft er es wenigstens nicht, mir wegzufahren, aber holla die Waldfee! Ich hab nicht erwartet, dass er mit seinen sechs Jahren es schafft, mich auf dem Fahrrad (zweieinhalb Monate nach der Geburt von Nummer Drei) an meine Grenzen zu bringen! Schön wars dadurch!

Zeit für mich

Puh, Zeit ist trotz Mutterschutz meinerseits und Elternzeit meines Mannes ein knappes Gut. Und wenn welche da ist, gibts immer noch was dringenderes zu erledigen. Aber heute vor dem Abendessen war alles ganz relaxt zu Hause und weil ich schon seit Tagen einer sportlichen Aktivität entgegenfiebere (im wahrsten Sinne des Wortes, ich war nämlich erkältet), hab ich meinen Drahtesel ausgepackt. Das Baby war frisch gestillt, also los!
Ohne Ziel, einfach mal gucken, was Körper und Kondition so hergeben. Ich bin am Fluss entlang in den Nachbarort gefahren, einmal durchs Dorf und wieder zurück. Da mir (eigene) Vergleichswerte fehlen, weiß ich mit meinen Daten wenig anzufangen, aber ich bin zufrieden. Ich hab mich schön ausgepowert und die Oberschenkel spüre ich jetzt noch. In 25 Minuten habe ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 20 km/h erreicht.
Und das beste war: als ich nach Hause gekommen bin, war das Wohnzimmer aufgeräumt (gehört zum normalen Sonntagabendprogramm), der Tisch gedeckt und alle Familienmitglieder so entspannt, dass ich noch in Frieden duschen konnte.
Mal sehen, wann das Laufen wieder gescheit geht, erst warte ich mal auf den Rückbildungskurs, der Mitte April startet.

Aufgesessen

Heute bin ich mit den beiden Großen durchs Dorf geradelt. Langsamst, weil der Mittlere mit seinen drei Jahren halt noch auf dem Minifahrrad unterwegs ist. Und dann noch eine schnellere 15 Minuten Tour mit dem Großen alleine, er hat zum Geburtstag ein Fahrrad mit Gangschaltung bekommen!
Fazit: ich hab weder Kondition noch aktive Muskeln, aber vier Wochen nach der Geburt von Nummer drei kann ich relativ problemlos im Kindertempo fahrradfahren.

Merke:

  • Beim Radfahren ist es essentiell, den Mund weitgehend geschlossen zu halten
  • Fährt man bergab auf einem Trampelpfad, so ist das Heben des Hinterns vom Sattel nicht ganz ungefährlich
  • Sind die Schuhe Wind durchlässig, so kann auch Wasser durch – anders als beim Laufen werden jedoch die Füße nicht wieder von alleine warm und trocken
  • Dicke Gräser im Zahnrad verhindern eine Fortführung der Kette
  • Geschotterte Zufahrtswege zu einer Kiesgrube sind an trockenen Tagen bei Lastergegenverkehr unangenehm
  • Wenn es weh tut, sollte man gleich draufhauen und nicht erst gucken, ob es eine Bremse ist
  • Auf Asphalt fahren geht einfacher
  • Schwitzen macht glücklich

Das waren heute 12,5 km in 40 Minuten.