Benjamin läuft mit

Diese letzte Woche im Semester ist wirklich anstrengend. Da war für laufen keine Zeit mehr. Aber da wir morgen die Klausur schreiben lassen, habe ich heute den halben Tag freimachen können. Und das haben wir genutzt, um zum ersten Mal mit unseren beiden großen Jungs ins Kino zu gehen. Es hat uns allen vier Spaß gemacht, wir waren in Ich einfach unverbesserlich 3 und der Kleine war so lange bei der Tagesmutter. Aber mit Popcorn und Eis und Stillsitzen war anschließend so viel Energie in den Kindern, dass ich wohl oder übel meinen Schweinehund nach dem Essen überwunden habe und laufen bin.

Diesmal ist Benjamin laufend mitgekommen! Jonathan hat das Fahrrad bevorzugt, das ist auch besser so. Es war klar, dass es nicht so weit geht, wenn der Große mitläuft, aber Hauptsache, es gefällt ihm und tut ihm gut. Ungefähr 10 Minuten ist er neben mir herumgesprungen und gehopst und mit seinem Bruder gerannt, dann war das erste Feuer aus und die Zwei haben Pause an ein paar Pfützen gemacht. Ich bin 10 Minuten weiter gelaufen, habe wieder umgedreht und dann sind wir gemeinsam zurück. Allerdings haben wir auf dem Rückweg Intervalle gemacht, ein bisschen laufen (netterweise etwas schneller als ich normalerweise laufe) und ein bisschen gehen im Wechsel. Zu Hause war der Große dann ganz entspannt und der Mittlere sowieso. Der Kommentar „Beim nächsten Mal laufe ich wieder mit“ war ein schöner Abschluss.

4,2 km
30 min

Ungeliebte Strecke

Nachdem die letzte Woche einfach zu voll durch die Arbeit war, bin ich erst heute Abend zum Laufen gekommen. Heute Morgen waren wir im Schwimmbad und haben uns richtig ausgetobt (sogar der Kleine ist mit Schwimmflügeln bestimmt zehn Mal vom Einmeterbrett gesprungen), so dass ich eigentlich schon wieder zu kaputt zum Laufen war. Aber ich will das und ich habe nicht viel Überredung gebraucht, um Benjamin zum Mitkommen zu überzeugen.

Allerdings wollte er gerne mal eine andere Strecke nehmen und von hier aus blieb dann nur Richtung Eder. Die Strecke, bei der ich am Ende immer einbreche, auf dem langen, flachen Stück in der Sonne, wo immer Gegenwind ist.
Naja, die Knochen waren eh müde, der Ellenbogen schmerzte noch von einem Sturz heute Morgen auf der Rutsche, aber egal. Die erste Hälfte geht von der aktuellen Ersatzwohnung quasi nur bergab (wenn auch nur mäßig), das lief sich ganz gut. Für den Jungen ist das Mitfahren ja längst völlig easy. Auch das erste Stück der gefürchteten flachen Strecke lief sich noch gut, so dass ich schon Hoffnung hatte, komplett durchzulaufen. Dann aber kurz vor der Brücke musste ich doch eine winzige Gehpause einlegen. Naja, immerhin wirklich nur ganz kurz. Vermutlich solange, bis der Puls wieder unter 190 war, aber das weiß ich nicht so genau, weil der Elektronikkram ja noch irgendwo eingelagert ist. Fix ging es dann wieder laufend weiter und durch den Ort nach Hause (permanent minimal ansteigend, denn wenn man vorher immer nur bergab läuft…). Noch eine kurze Gehpause am vorletzten Berg und dann aber durch bis zu Hause.
Insgesamt besser als befürchtet aber nicht so toll wie insgeheim erhofft. Wenigstens bleibt so Luft nach oben.

5,5 km
39 min

Fahrradtour

Gestern bin ich von meiner Tagung mit Vortrag aus Marokko gut zurück gekommen. Deshalb bin ich die ganze Woche nicht zum Laufen gekommen.

Heute waren wir bei der Verwandtschaft eingeladen und spontan sind Benjamin und ich die knapp 17 km mit dem Fahrrad gefahren. Das war ziemlich cool, ziemlich bergauf-und-bergab, Wiesenwege, Fahrradwege, Straße und querfeldein, denn auf der Landstraße wollte ich mit meinem Achtjährigen nicht so gerne fahren. Nach eineinhalb Stunden mit Pausen sind wir gut angekommen.
Abends haben wir für die Rückfahrt einen anderen, aber nicht kürzeren Weg genommen. Da es leicht genieselt hat und es spät war, sind wir etwas zügiger gefahren und haben nur etwa eine Stunde gebraucht.
Macht ungefähr 35 Fahrradkilometer heute.

Sonntagabendlauf

Nach einem langen schönen Tag mit einem quer-waldein-Spaziergang mit den Jungs, einem ausführlichen Spielplatzbesuch und noch Baden vor dem Essen waren wir alle ganz schön erledigt. Das warme Wetter tut da sein übriges.

Trotzdem hab ich meinen Großen nach dem Abendessen dazu ermuntert, wieder auf dem Fahrrad mit mir zu kommen. Er durfte dafür die Route wählen, wenn ich den Anfangsberg bestimmen darf.

Also sind wir den langen steilen Berg hoch, in den Nachbarort wieder runter (immerhin 13%!) und flach an der Eder zurück. Es war schön, so eine kleine Plapperliese neben mir zu haben („Was ist der höchste Berg?“ — „Ist der Himalaya ein Bär?“ — „Du warst doch auch schon in der ganz gefährlichen Schlucht, dem Grand Canyon?“ —). Irgendwann begreift er immer, dass ich beim Laufen nicht besonders gesprächig bin und er keine Fragen stellen soll. Dann begnügt er sich mit Handzeichen „Machen wir an der Bank eine Pause?“ – Daumen runter – „Ist das schon nächste Woche, wo Du wegfliegst?“ – Daumen rauf – „Läufst Du jetzt durch bis zu Hause?“ – Daumen rauf -.
Zum Ende hin habe ich ordentlich geschnauft, 25° um halb acht sind fies, aber es war ein guter Lauf. Ich freue mich drauf, wenn wir endlich wieder in unser Haus zurückziehen können und ich meinen ganzen Kram wieder habe (Pulsmesser, mp3-Player, die RICHTIGEN Laufschuhe, …).

5,4 km
38 min

Schon wieder

… nach dem Essen gelaufen. Diesmal jedoch nach dem Abendessen und nur mit dem Großen auf dem Fahrrad. Ich wollte gerne berghoch und hab ihn angespornt. Ich habe auch tatsächlich bis ganz oben durchgehalten, natürlich schneckenlangsam, im Gegensatz zu ihm, er hat zwischendrin kapituliert und geschoben. Am höchsten Punkt gab es Missverständnisse bezüglich der weiteren Strecke, wir haben uns auf die Wiesenwegvariante geeinigt.
Mann, war das anstrengend. Trotzdem haben wir es durchgehalten und sind am Ende den langen Berg vom Anfang auch wieder hinunter.
Mama glücklich, Benjamin glücklich, gute Nacht!

4,3 km
32 min

Nach dem Essen…

… sollst du ruhn oder tausend Schritte tun. Ich habe mich für letzteres entschieden. Ersteres haben mein Mann und der Kleinste gemacht und weil die Temporärwohnung so hellhörig ist habe ich die beiden Großen geschnappt und zum Mitkommen bewegt.

Es macht schon Spaß mit den beiden Jungs. Brüdergespräche auf dem Fahrrad sind interessant, bergab sind sie schnell und jetzt sind sie friedlich. Draußen sein wirkt Wunder!

Bei mir gings heute langsam, aber nach dem Essen war nichts anderes zu erwarten. Nieselwetter und milde Temperaturen waren toll, wenigstens zum Laufen und zum Durchlaufen hat es auch gereicht.

4,3 km
31 min