August 2010

Der Monat war ganz in Ordnung. Ich hab zwar das Gefühl, dass ich ständig nur meine Standardrunde von 5,8 km gelaufen bin, trotzdem fühlt es sich ganz ok an.
Emotional hingegen war der Monat furchtbar, aber auch das wird langsam wieder besser.

Nur mit meinem Mann und meinem Krümel läuft alles bestens :). So und nicht anders möchte ich das haben!

Gelaufene Kilometer 2010 bisher: 331

Januar: 4 km
Februar: 30 km
März: 47 km
April: 58 km
Mai: 70 km
Juni: 48 km
Juli: 31 km
August: 46 km

Gemeinsam

Gerade habe ich einen gemeinsamen Lauf mit meinem Mann hinter mir! Er auf seinem neuen Fahrrad, ich gelaufen!

Benjamin war so lange bei den Nachbarskindern, mit denen hatten wir den Deal, dass wir mit ihnen Robo Rally spielen, solange Benjamin schläft und dafür nehmen sie ihn, während wir unterwegs sind.

Streckentechnisch haben wir den einfachsten flachen Weg an der Eder nach Brunslar gewählt und sind den auch wieder zurück. War elend matschig aber davon abgesehen hat es uns beiden Spaß gemacht! Das gibts jetzt hoffentlich häufiger!

Und endlich habe ich auch mal wieder einen zweiten Lauf in einer Woche geschafft.

Strecke: 7,4 km
Zeit: 48 min

Huch :-)

Ich hab ein neues Fahrrad. Ups. Ein Mountainbike. Sowas hatte ich noch nie. Is ja n Ding!

Eigentlich wollte ich ja mein altes Fahrrad (wirklich gutes Fahrrad, aber halt schon 15 Jahre alt) nur mal entstauben. Blöderweise ging die Gangschaltung nicht mehr anständig und nachdem sich drei Leute dran probiert haben, hab ichs doch zum Fahrradhändler gebracht. Und der meinte, eine Reparatur mit Austausch diverser Einzelteile würde etwa 100 Euro kosten. Aber das macht er gerne, ich solle aber mal überlegen, ob ich nicht ein neues Fahrrad kaufen möchte. Das Rad wäre ja eigentlich etwas zu groß für mich (war ein Männerrad Corratec 3004 und ich wollte es UNBEDINGT haben, als ich 14 war) und heute wäre der Standard einfach weiter.

Na gut, ich schlaf mal drüber (und versuche meinen Mann zu überzeugen, dass er sein Aldi-igitt-Rad machen lässt) und komme Samstag wieder.

Tja, heute ist Samstag. Und ich war da. Und ich bin ein anderes Trekkingrad probegefahren. Und das war wirklich tausendmal angenehmer. Obwohl ich doch so an meinem Rad hänge. Achnee, ist ja nicht mehr mein Rad.

Nach längerem Probieren (mein Mann hatte sich inzwischen schon selber für ein neues Rad entschieden. Mein Mann? Doppelhuch!) meinte ich, ich würd mich gern mal Spaßeshalber auf ein Mountainbike setzen. Na gut, der wirklich fantastische Verkäufer schleppt mir auch ein solches herbei. Noch nicht richtig vom Hof weiß ich schon, genau so ein Rad will ich haben. Das ist einfach viel cooler! *lach*

Dann habe ich mich allerdings nicht für das ganz teure Modell entschieden, sondern für das Scott Contessa 30 XL, allerdings mit Ständer, Schutzblechen und Gepäckträger. Denn ich will damit auch mal zur Arbeit fahren können. Sieht so zwar nicht mehr ganz so cool aus, aber ich weiß ja, dass es cool ist.

Damit wir in Zukunft als Familie wegfahren können, haben wir der Vollständigkeit halber auch noch einen Kinderanhänger gekauft (da hatte ich mich zum Glück vorher schon informiert und war einverstanden mit dem Modell, was der Händler angeboten hat). Der war in der zweier Variante (irgendwann kommt ja sicher noch Nachwuchs und wenn nicht, dann Gepäck oder so) leider grad verkauft und kommt somit dann nächste Woche.

Und bei diesem Großeinkauf haben wir einen guten Rabatt bekommen, außerdem zwei Anhängerkupplungen, damit wir den Anhänger an beide Räder einfach anhängen können und noch zwei Tachos.
Die alten Fahrräder sind gleich dort geblieben – tschüss schönes Rad. Nicht mal ein Foto hab ich davon.

Super glücklich bin ich dann auf dem neuen Rad nach Hause gefahren – waren zwar nur 7 km, aber die waren dafür toll. Zu Hause den Berg runter standen 55 km/h auf dem Tacho – yeah!

Jippi, Baustelle!

Am Sonntag war es mir einfach zu schwül zum Laufen. Also hab ichs gelassen. Und wieder nur einen Lauf gehabt letzte Woche.

Und ich wollte endlich mal wieder länger als meine üblichen fast-6-Kilometer laufen, konnte mich aber nicht überwinden. So musste kurzer Hand mal wieder Benjamins „großer Bruder“ dran glauben und mitkommen. Ursprünglich dachte ich ja, er würde mich auf dem Fahrrad begleiten, aber spontan hat er gesagt (spontan, nach ewig langem Überlegen), dass er lieber mitlaufen würde. Sogar als ich ihm meine Strecke erläutert habe.

Na jedenfalls sind wir dann gemeinsam los (hat eh gut gepasst, Benjamin hat mit der kleinen Schwester gespielt und heute Abend waren sowieso alle sechs bei uns zum Essen eingeladen). Die fiese Steigung haben wir uns gleich zu Beginn gegeben, danach wars moderat. Er hat gut durchgehalten, dafür dass er zwar viel draußen ist, aber kaum Sport macht. Ab und zu mal ein Gehschritt, ansonsten ist er durchgelaufen! Tja, 16 halt.

Zwischendrin haben wir uns immer mal wieder unterhalten, zum Glück nicht so viel, denn meine Luft ist nicht unbegrenzt… ich weiß, was ich kann (und was nicht). Im ersten Ort kam dann öfter mal, „oh, mein Knie tut weh“ oder „boah, meine Waden“ oder „ey Alter, mein Oberschenkel“, und ich dachte schon, ich müsste doch das Handy zücken. Aber wie das so ist, mit ein bisschen Ermunterung haben wir es zwei Orte weiter geschafft und dann riefen uns auch noch zwei alte Herren zu „nicht so viel reden – laufen!“ was ja schon irgendwie witzig war. Da hatten wir aber auch schon sieben Kilometer hinter uns.

Und dann kam sie. Meine Landstraße. Normalerweise furchtbar zu laufen, weil sie erst eng, kurvig und unübersichtlich ist und sich danach elend zieht. Aber es handelt sich dabei um eine der Straßen, die zur Zeit wegen der Baustelle bei uns gesperrt ist. Und deshalb war sie: genau: leer! Mann, was ein tolles Laufen das ist, so mitten auf der gut asphaltierten Landstraße. Kein Auto, kein Fußgänger, kein Fahrradfahrer. Nur wir. Und die Straße. Genuss pur.
Und ziemlich das Ende meiner Kondition. Und Pepinos. Dachte ich jedenfalls. Aber er meinte auf einmal, ihm würde alles weh tun und um sich abzulenken hat er angefangen zu reden. Eineinhalb Kilometer lang hat er mir von einem Film erzählt! Ich dachte, er ist völlig ko, aber nein, er hat genug Puste, um zu labern und zu labern (seine Worte!).
Am Ende war er dann doch froh, zu Hause zu sein und ich bin die letzten dreißig Meter alleine gelaufen und war ebenfalls froh, dass wir wieder da waren.

Ein schöner Lauf, auch schön gemeinsam und endlich habe ich mal wieder mehr geschafft.

Achja, beim Essen war er schon wieder völlig erholt und aufgekratzt. Wie überhaupt alle vier, achnee, fünf Kinder heute. Ich hab ja auch eins.

Strecke: 8,9 km
Zeit: 61 min
Training: langer Lauf

Baustelle

Der Ort, in dem ich wohne, hat vier Einfallstraßen. Sage und schreibe drei davon sind zur Zeit wegen Baumaßnahmen gesperrt. Irgendwas an der Kanalisation wird geändert. Deshalb muss ich zum Lauf über übelste Schotterpfade hüpfen. Besonders schlimm sind die Ecken, an denen richtig grobe Steine herumliegen. Da mutet laufen eher wie Hindernisspringen an. Da, wo schon Schotter aufgefüllt ist, ist der Untergrund merkwürdig nachgiebig. Das gefällt mir am besten. Wo der feine Kies liegt, ist es schon wieder richtig hart. Aber so mache ich halt neue Erfahrungen, denn die freie Straße ist gleichzeitig auch die steilste aus dem Ort und sehr unübersichtlich.

Zur Motivation hatte ich heute mal wieder den Herbert dabei. Ich kam mir richtig flott vor und war zu Hause enttäuscht, weil ich tatsächlich langsamer als beim letzten Mal war. Ich muss mal ein ernstes Wort mit dem Herrn H. reden.

Strecke: 5,8 km
Zeit: 38 min

Grau in grau

Heute sind wir von unserem Kurzurlaub in Essen zurückgekommen. Durch den Urlaub bin ich auch noch nicht zum Laufen gekommen in dieser Woche, also verbuche ich mal wieder eine Woche mit nur einmal laufen.
Aber ich hab mich im Urlaub ums Laufen gekümmert, es gab für mich nämlich neue Laufklamotten! Ein kurzes äh, Röckchen mit ner kurzen Laufhose drunter (ich find es sieht super cool aus), ein Top (mir is sowieso immer warm beim Laufen) und ne dreiviertel Tight von Tao (mein erstes Markenstück, abgesehen von Falke-Laufsocken). Alles war reduziert, verspäteter Sommerschlussverkauf, was weiß ich. Jedenfalls hab ich mich über die Sachen sehr gefreut, vor allem weil das Einkaufen mit Mann und Sohn viel Spaß gemacht hat.

Also heute nachmittag los, immerhin hat es noch genieselt. Was mich allerdings geritten hat, bei 16° eine (dünne) dreiviertel Hose und ein langes Shirt anzuziehen, weiß ich nicht. Hab nämlich geschwitzt wie immer und die Ärmel gleich hochgeschoben. Na gut, die Hose hab ich angezogen, weil sie neu ist und ich sie ausprobieren wollte. Und das Shirt is so dünn, das zieh ich im Sommer auch an, wenn mir die Sonne zu sehr brennt. Warm wars trotzdem.
Das Wetter war schön, allerdings gab es hier heute Mittag richtige Sturzbäche und auf den Feldwegen hat das Wasser zentimeterhoch gestanden. Meine Füße waren also im Nu durchnässt und ich bin öfter mit Wasser in den Schuhen gelaufen. Genau so mag ich es, eigentlich ungemütlich, nass und für mich so richtig passend! Nur der rutschige Matsch hat mir nicht gefallen.
Dementsprechend gut lief es auch, ich hatte meine normale Runde geplant und die auch gut geschafft.

Die Hose ist angenehm, ein bisschen groß vielleicht, aber dadurch schneidet sie auch nicht ins Bein unter dem Knie. Meine anderen dreiviertel Hosen tun das nämlich etwas. Ob sie ihr Geld wirklich wert ist? Weiß ich erst, wenn ich sie zig mal anhatte und zigmal gewaschen habe. Oder wenn die Bedingungen anders sind. Erstmal bin ich zufrieden, aber zum regulären Preis würde ich sie nicht kaufen.

Strecke: 5,8 km
Zeit: 38 min
Training: laufen

Ferien

Mein Mann und ich haben Urlaub! Und somit viel Zeit für unseren Sohn, der so oder so viel Zeit beansprucht ;-). Aber wir haben uns einfach viel Zeit für ihn genommen und Ausflüge und Quatsch gemacht, vorgelesen, gespielt, Spielplätze besucht, super gut gegessen und und und…

Hier mal ein paar Eindrücke:

Auf nem Spielplatz:

Cache suchen mit Rädchen:

Pause beim Cache-Suchen:

Eiswaffel essen:

Ausflug nach Gudensberg:

Ausflug mit der Nachbarfamilie (hier Benjamins „großer Bruder“):

Morgens kuscheln:

Vorlesen:

Und jetzt haben wir noch eine Woche Urlaub!

Sonntagslauf

Heute morgen war viel Zeit, wir haben Urlaub und erst mittags kamen Gäste. Erst habe ich lange mit meinem Krümel gespielt und als es endlich anfing zu regnen hab ich mich losgemacht.

Dünne Jacke, Kappe, kurze Hose, fertig los.

Nach etwa einem Kilometer bei stetigem Nieselregen habe ich die Jacke ausgezogen und bin im Top weitergelaufen. Gut, dass die Jacke so ultradünn ist und kaum zu spüren, wenn sie um den Bauch gebunden ist. Ich wollte mal wieder etwas länger laufen, aber so richtig ging es irgendwie nicht. Der Regen hat auch irgendwann nachgelassen, bäh. Ich steh definitiv auf Regen. Hab dann nach 25 Minuten umgedreht und bin immerhin ohne Unterbrechung gelaufen. War zu Hause ganz schön ko.

Strecke: 7,7 km
Zeit: 49 min
Training: nicht wirklich langer und nicht wirklich langsamer Lauf

Verarbeitung

Das Baby meiner Freundin ist in der 25. Woche per Notkaiserschnitt geholt worden, nachdem die Situation für die Mutter lebensbedrohlich wurde. Kurz darauf ist das Baby gestorben, der Vater hat es noch lebend in den Armen gehalten.

Ich bin traurig.

Laufen hilft mir, allerdings musste ich den Lauf mehrfach unterbrechen.

Strecke: 5,8 km
Zeit: 40 min
Training: Frustlauf

Minimal

Heute erwartet mich ein volles Tagesprogramm. Da ist schon vorprogrammiert, dass ich heute Abend nicht mehr laufen werde.

Und weil ich um halb sieben durch einen Tritt meines neben mir schlafenden Sohnes geweckt wurde, bin ich aufgestanden, hab den Jungen seinem Papa überlassen und bin losgelaufen.

Igitt. 7 Uhr am Sonntagmorgen ist definitiv nicht meine Laufzeit. Nach zwei Minuten war der Puls bei 194 Schlägen… tiefer ging er auch kaum noch. Außer in den vielen Laufpausen, die ich eingelegt habe.

Aber wie für heute geplant habe ich mich zum Sportplatz bewegt und bin „Intervalle“ gelaufen. Sprich ich bin immer 15 Sekunden schnell gelaufen und dann 40 gegangen. Dabei haben mich von der Seite die Kühe angemuht, die Sonne hat mich angestrahlt und das mit der Kappe war auch nicht meine beste Idee.

Trotz allem hab ich es irgendwie geschafft auf meine Minimaldistanz zu kommen und das immerhin mit einer Pace unter 7. Naja. Habs halt zweimal geschafft diese Woche.

Strecke: 5 km
Zeit: 34 min
Training: mühsame Intervalle