Zusammen

Eigentlich wollte ich erst morgen laufen, aber da ist nur vormittags Zeit und wie mein Mann ganz richtig feststellte, fällt es mir morgens immer schwerer. Also bin ich spontan los. Der bisher eher ruhige Mittlere ist diesmal auf dem Fahrrad mitgekommen. Aber von wegen ruhig! Er hat über alles und nichts geblubbert und philosophiert. Sehr interessante Gedanken kommen da bei meinem Fünfjährigen raus, wenn er mal Ruhe hat.
Motiviert waren wir beide und so war es ein sehr schöner Lauf. Fast ohne Laufpause und auf dem Rückweg war ich fast fitter als er!

5,3 km
37 min

Ostermontag

Nach ausgiebigem Schlemmen mit der Familie war abends tatsächlich noch Zeit für mich zum Laufen. Eigentlich wollte der Große auf dem Fahrrad mitkommen, aber er ist nach zweihundert Metern unglücklich gestürzt und dann habe ich ihn eben wieder heimgebracht. Außer blauen Flecken ist aber nichts passiert.

Also bin ich nochmal neu gestartet. Kalt war es mit anfänglichem Nieselregen und kaltem Wind. Eine Mütze wäre gut gewesen. Ich bin die gleiche Strecke wie vor zwei Tagen gelaufen. Ähnliche Pausen, ähnliche Zeit. Nach der letzten Steigung wurde es etwas eng in der Brust, aber Laufen ist Kopfsache und ich habe es gut nach Hause gebracht. Vielleicht ist an dem „kälteinduzierten Asthma“ was dran, aber jetzt kommt die warme Jahreszeit und ich habe das Asthmaspray sowieso vor einer Woche abgesetzt.

4,5 km
30 min

Back?

Nach endlosen Monaten des Stresses (Haus! Kinder! Arbeit! Lunge!) ist nun offenbar der Moment gekommen, in dem ich genug Ruhe habe, um endlich wieder zu laufen. Was irgendwie ironisch ist, weil ich gerade durch das Laufen ruhig werde.

Unser Erdgeschoss ist nun erstmals halbwegs aufgeräumt, alle drei Jungs sind bei der früheren Nachbarin (sind ja nur fünf Minuten zu Fuß), mein Mann liegt krank und schlafend im Bett, die Ostervorbereitungen sind abgeschlossen und ich habe in einem Umzugskarton uralte Laufschuhe gefunden. Die neuen sind immer noch nicht aufgetaucht. Egal, ich ziehe einfach die Schnürsenkel aus den letzten zwei Löchern und los. Pulsuhr? Ebenfalls verschüttet in einer Kiste, genauso wie der Mp3-Player. Aber es geht ja auch ohne den ganzen Schnickschnack.

Raus! Hui, ein neuer Startort. Nun kann ich mich um minimale Steigungen nicht mehr drücken, wir wohnen jetzt fünfzig Meter höher ;-). Ich starte Richtung Feld, kurz runter, wieder rauf und lange ganz langsam runter, bis ich auf der altgewohnten Route bin. Es geht besser als befürchtet auch wenn es komisch sticht im Brustkorb. Pah, laufen ist Kopfsache. Nach 15 Minuten sticht nichts mehr in der Brust, ich lege eine kurze Gehpause ein und drehe um.
Auf dem Rückweg unterbreche ich öfter, entscheide mich für noch einen winzigen extra Hügel, der meine Schlussetappe abwärts statt aufwärts gehen lässt und bin natürlich stolz, als ich es geschafft habe. Ich hätte nur die Gummibänder von meinen Beinen abmachen sollen. Eieiei, was tut mir alles weh nach diesen dreißig Minuten!

4,5 km
30 min