Ich taste mich langsam heran

An die 60 Minuten und die 10 Kilometer. Allerdings nicht zusammen ;-).

Das Schöne am Alleine-Laufen ist, dass ich mich während des gesamten Wegs fragen kann, ob ich am Ende der Runde eine weitere drehen werde oder noch Intervalle dran hänge. Am Ende entscheiden dann immer meine Beine, diesmal haben sie sich für eine weitere Runde entschieden.
Das hat Spaß gemacht, am Ende hats sogar geregnet und das beste Gefühl hatte ich nach etwa 45 Minuten auf gerader Strecke bei einer Pace von 6:30 und einem Puls von 190.

Strecke: 7,9 km
Zeit: 55 min
Pace: 6:55 min/km (Yeah!)

Bestens!

Zeitlich hat es am Freitag nicht gepasst und gestern wurde es auch schon wieder knapp. Aber dann ist unser Krümel glücklicherweise beim Stillen eingeschlafen und ich habe die Zeit zum Laufen genutzt (der Papa war ja da, hatte aber noch viel zu tun).

Und mein Lauf war super! Zu Beginn haben mich die Nachbarskinder auf dem Fahrrad ein Stück begleitet und meinten: „Wie lange läufst Du jetzt?“
Ich: „Ungefähr 5,6 km.“
Sie (völlig erstaunt): „In dem Tempo?“
Ich: „Äh, ja.“
Irgendwie dachte ich, sie meinten, ich sei so langsam, aber dann stellte sich heraus, dass sie beeindruckt waren. Was wiederum mich total froh gemacht hat, weil ich ja weiß, dass ich eigentlich im Schneckentempo unterwegs bin.

Jedenfalls mussten sie dann zum Essen nach Hause und ich bin meine Runde eben alleine gelaufen. Die Pulsübertragung hat mal wieder nicht anständig funktioniert, also halt einfach nach Gefühl und ich kam mir tatsächlich flott vor ohne in Luftnot zu geraten. In Neuenbrunslar habe ich sogar die fiese Steigung ohne Gehen geschafft und bin dann um zwei zusätzliche Felder auf dem Rückweg gelaufen. Und als es dann nur noch bergab und gerade durch den Ort ging, hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass ich richtig schnell laufe! Meine Füße waren richtig hoch über dem Boden, die Haare sind hinter mir her geweht (ok, ich hatte Gegenwind) und ich hatte das Gefühl, von der Schnecke zum langsamen Läufer mutiert zu sein!
Ob das eine Auswirkung des letzten Laufs mit den kurzen, schnellen Einlagen war? Wie auch immer, das war einfach schön :-).

Strecke: 6,6 km
Zeit: 47 min
Pace: 7:10 min/km

Stimmungsaufheller

Letzte Woche waren meine beiden Männer krank und somit hat mir einfach die Zeit und Gelegenheit zum Laufen gefehlt.
Gestern jedoch war ich abends so genervt und hatte ultra schlechte Laune, da hab ich kurzerhand meinen Sohn an meinen Mann abgegeben und gesagt: „Ich geh jetzt laufen.“ Da musste er sich halt spontan um ihm kümmern.

Ich weiß, dass Laufen bei mir kleine Wunder bewirkt, was die Stimmung angeht und bevor ich rummaule und Sachen sage, die ich besser nicht sage, versuche ich doch raus zu gehen und zu laufen.

Seit dem Frauenlauf hatte ich sowieso vor, mal zum Sportplatz zu laufen, um kurze Strecken gezielt etwas schneller zu laufen. Ich bin also die Runde um den Bahndamm gelaufen (diesmal mit einer Abkürzung und zusätzlichen Steigung) und am Ende zum Sportplatz. Bis ich beim Sportplatz war, war die schlechte Laune nahezu gänzlich weg :-). Auf dem Fußballfeld bin ich dann die langen Seiten langsam gelaufen und die kurzen etwas schneller. Schneller bedeutet in diesem Fall eine Pace von ungefähr 4:50 min/km, allerdings jeweils nur auf 60 Metern. Insgesamt habe ich so drei Runden gedreht, also sechs Mal die lange Seite langsam und sechs Mal die kurze Seite schnell gelaufen.
Das hat total Spaß gemacht, ich war danach ziemlich fertig und hab ne Menge Glückshormone ausgeschüttet! Hoffentlich kann ich mich dazu bald wieder aufraffen.

Länge: 5,4 km
Zeit: 36 min
Pace: 6:40 min/km

Kasseler Frauenlauf

Heute war in Kassel wieder der jährliche Frauenlauf durch die Karlsaue.
Ich habe schon länger damit geliebäugelt, hier teilzunehmen, fürchtete jedoch, nicht genug gelaufen zu sein. Aber bei diesem Lauf geht es ja um nix und ich hatte mit meinem Mann schon geklärt, dass er mit unserem Sohn mit kommt, damit ich kurz vorher noch mal stillen kann. Bei so viel freiwilliger Unterstützung habe ich mir dann heute Morgen gesagt, ist doch wurscht, wie ich durchkomme, hauptsache ich laufe mal wieder einen offiziellen Lauf. Und es war wirklich schön.

Nach dem Stillen kurz vor zehn sind Vater und Sohn dann zur Oma gefahren, weil es zum Spazierengehen zu arg genieselt hat. Ich habe mir meine Startnummer abgeholt und trotzdem die ganz dünnen Laufsachen angezogen. Und ne Kappe – hat allerdings nicht viel genützt, die Brille war trotzdem nass.
Kurz vor halb elf standen wir dann hinter der Startlinie, es war ein ziemliches Durcheinander, aber gestört hats keinen. Im Schneckentempo sind wir dann losgekommen und ich war froh, als ich auch die letzte Walkerin hinter mir gelassen hatte.
Ich bin recht moderat gelaufen und habe es total genossen, wieder mal in der Aue zu laufen. Ich habe mich weitestgehend an anderen orientiert, die so etwa mein Tempo liefen. Von Kilometer zwei bis vier bin ich mit einer anderen Läuferin immer auf gleicher Höhe gelaufen, dann allerdings habe ich gemerkt, dass ich noch etwas Energie hatte und habe für den letzten Kilometer das Tempo etwas verschärft. Das ist sie dann nicht mitgelaufen und so habe ich noch ein paar andere alleine überholt (alles natürlich ganz weit hinten im Läuferfeld). Vor dem Einlauf in die Hessenkampfbahn (Start/Ziel) wollte ich noch an einer weiteren Läuferin vorbei, doch die wollte mich nicht vorbeiziehen lassen und lief etwas schneller. Pah, so ein bisschen Stolz hab ich ja nun auch und so habe ich einen richtigen Endspurt hingelegt. Ich war total erstaunt, was meine Beine noch hergegeben haben! Hach, und es hat sich so gut angefühlt, ins Ziel zu rennen :-).

Für die 5,1 Kilometer habe ich 36:17 Minuten gebraucht, war also etwas langsamer, als erhofft, aber schneller als befürchtet. Mein Kopf war trotzdem rot wie immer.

Die Durchschnittspace von 6:xx min/km habe ich somit ganz knapp verpasst.

Hinterher habe ich noch ne Urkunde bekommen und anschließend Pizza bei meiner Schwiegermutter. Alles bestens!

Feine Runde

Gestern Abend habe ich meinen Mann überreden können, mit unserem Krümel bei unserem Vermieter am Lagerfeuer zu sitzen und hatte somit Zeit zum Laufen. Unser Vermieter hat mir die Runde über Neuenbrunslar vorgeschlagen und die habe ich dann auch ausprobiert.

Es war total schön! Nach zwei Minuten war ich im Feld und bin dann in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne gelaufen. Dann gings weiter an der Eder entlang. Dort am Waldesrand war es schon ziemlich dunkel, aber die Strecke ist mir ja von früher noch wohl vertraut gewesen. Dann in Neuenbrunslar ein Stück die Hauptstraße lang und den Berg hoch nach Wolfershausen. Boah – ist der steil! Im ultra-Schneckentempo bin ich ihn hochgekrochen und erst ganz oben habe ich ein paar Gehschritte eingelegt!
Und dann wieder durch Felder über die Kuppe zurück nach Wolfershausen, da strich mir richtig feucht-kühle Luft um die Beine. Ab dem Wasserhäuschen ging es dann nur noch bergab, da kam mir für einen Moment die Idee, noch eine Schleife dran zu hängen, aber das habe ich dann lieber doch gelassen.

So einen schönen Lauf hatte ich lange nicht! Und die Strecke ist auch super, so ganz flach ohne Steigung laufe ich ja meistens nicht so gerne und hier ist gleich ein richtiger Hammer dabei.

Länge: 5,6 km
Zeit: 40 min
Pace: 7:20 min/km

Da bin ich wieder!

Seit heute haben wir nun endlich wieder Telefon und Internet. Irgendwie war es mal ganz nett, dass das Telefon zwei Wochen lang nicht geklingelt hat (ans Handy bin ich fast nie gegangen). Kein Internet dagegen war schon blöd.

Wir fühlen uns pudelwohl im neuen Zuhause! So eine Haushälfte ist schon was feines und unsere Vermieter sind auch total lieb. Und natürlich ist das Wohnen in dem Dorf, wo ich aufgewachsen bin, einfach schön, viele kennen mich ja.

Zum Laufen hab ich bisher wenig Zeit gehabt, schließlich muss noch alles ausgepackt werden und mein Mann arbeitet ja auch wieder. Einmal war ich aber schon unterwegs, nämlich am Sonntag. Es war angenehm, ich habe sozusagen eine neue „Hausstrecke“ mit fast keiner Steigung. Einmal über die Eder, an der Bahn entlang und auf der anderen Seite zurück und wieder nach Hause. Ohne Autos, viel Landschaft, vertraut.

Länge: 4,6 km
Zeit: 34 min
Pace: 7:20 min/km