Laue Sommernacht

Gestern Abend bin ich während des Fußballspiels Argentinien – Mexiko laufend unterwegs gewesen. Wir waren ja schon weiter und den Gegner konnte ich mir auch in den letzten 10 Minuten noch angucken.

Hab mich für die bekannte Runde zu Hause entschieden und bin die dann zweimal gelaufen. War insgesamt ganz gut, der Spann hat erst ganz am Ende (im Hof zu Hause) wieder weh getan und mein Schienbein hat sich auch mal wieder fies gemeldet. Trotzdem ganz ok. Am Fluss wars besonders toll, weil richtig kühle, feuchte Luft aufgestiegen ist.

Strecke: 10,2 km
Zeit: 65 min
Training: langer Lauf

Mit vollem Bauch

So, in der Woche werde ich meinen Lauf nun wohl abends unterbringen müssen, wenn der Krümel im Bett ist. Das heißt also, nach dem Abendessen laufen. Na hauptsache, es klappt überhaupt.

Heute habe ich mich während des Laufens permanent umentschieden, wo ich lang laufe. Eigentlich wollte ich einen längeren Lauf über die umliegenden Dörfer machen. Das war mir dann aber doch zu weit und so bin ichschließlich bei meiner alten Strecke hängen geblieben und habe noch fünf Runden auf dem Sportplatz gedreht. Bei dem Tempotraining auf dem Sportplatz wechsel ich nach wie vor zwischen laufen und gehen. Die kurze Distanz (Kopfseite des Sportplatzes) laufe ich schnell und die lange gehe ich. Ist nicht die Menge, ich weiß, aber halt das, was ich schaffe. Heute fünf Runden, also 10 schnelle Einheiten.

Und jetzt muss ich schleunigst ins Bett.

Strecke: 7,6 km
Zeit: 49 min
Training: normaler Lauf und anschließend Tempotraining

Verschlafen

Nein, nicht ich habe verschlafen, sondern meine Männer. Nach dem Mittagessen haben sie sich für einen Mittagsschlaf zurückgezogen und ich habe die Zeit zum Laufen genutzt. Und als ich gerade nach Hause gekommen bin, haben sie immer noch geschlafen! War wohl für alle ein anstrengender Geburtstag gestern!

Richtig Lust zum Laufen hatte ich nicht, nicht mal mit Grönemeyer. Also habe ich den Nachbarsjungen gefragt, ob er mit kommen würde (er ist ja sowas wie der gefühlte große Bruder für Benjamin – er macht schon mal was, worum ich ihn bitte). Er hat sich dann aufs Fahrrad geschwungen und mich begleitet.
Heute ging es ganz gut, gefühlt war es ein lässiger Lauf. Gut war natürlich, dass ich trotz Begleitung kaum reden musste. War ein sehr schweigsamer Partner heute. Aber es war wirklich schön, nicht alleine unterwegs zu sein. Am Ende haben wir uns sogar noch für eine kleine Verlängerung entschieden und auch die trotz zusätzlicher Steigung gut gemeistert.

Der rechte Spann hat von Anfang an bis zum Ende weh getan. Noch ignoriere ich den Schmerz. Veränderung der Schnürung (locker, fester) hat keine Veränderung gebracht.

Und jetzt muss ich meinen Mann wohl mal wecken.

Strecke: 8,4 km
Zeit: 55 min
Training: Langer Lauf

Genutzt!

Heute Abend ist mein Krümel früh schlafen gegangen, die Arbeit war schon erledigt, den Holunderblütensirup hat mein Mann allein fertig gemacht und ich konnte doch noch laufen! Welche Freude!

Also rein in die Schuhe und raus. Mit dem Abendbrot im Magen nicht die besten Voraussetzungen, aber was soll ich tun? Wirklich frei verfügen kann ich über meine Zeit nicht, also muss ich die Gelegenheiten nutzen, die sich bieten.

Von den Bedingungen her war es schön, immer noch über 20° und windstill (was mückentechnisch eher unangenehm ist). Da ich morgen früh raus muss zum Arbeiten, habe ich mich für meine kleine, altbewährte Runde entschieden. Hat sich gut angefühlt, Puls war recht hoch, aber es war ja auch warm. Die Stille um diese Uhrzeit ist einfach toll. Im Feld habe ich drei Hasen aufgescheucht, sonst ist mir auf weiter Flur niemand begegnet. Erst bei der Apfelbaumstraße habe ich einen Bekannten getroffen, der das Gestrüpp um die Bäume entfernt hat. Auch im Dorf selbst habe ich kaum jemanden gesehen, wahrscheinlich gucken alle Fußball.

Ein negatives hatte der Lauf allerdings doch: Nachdem mir der Spann des linken Fußes durch die einwöchige Pause gar nicht mehr weh getan hatte, tut jetzt der rechte Spann um so mehr weh. Ich hab keine Ahnung woher, beim Laufen hab ich noch nichts gemerkt, erst danach. Andere Schuhe hatte ich auch nicht an, und zu fest waren sie meiner Meinung nach auch nicht. Na, mal abwarten. Gut wars trotzdem.

Strecke: 5,8 km
Zeit: 37 min
Training: schneller Lauf

Strich durch die Rechnung

Unsere Tagesmutter ist krank (Magen-Darm-Virus) und deshalb bleibt mir diese Woche keine Zeit zum Laufen.

Die wenige freie Zeit, die mir bleibt, wenn mein Mann den Krümel beaufsichtigt, muss ich nutzen, um meine Arbeit zu tun. Zum Glück kann ich das von zu Hause aus machen. Dazu kommt noch erhöhter Stress wegen der Diss, da häufen sich grad Termine und Arbeit, die ja auch irgendwann getan werden muss.
Ich hoffe sehr, dass unsere Tagesmutter am Freitag wieder gesund ist, denn da muss ich an die Arbeit. Und ab nächster Woche geht hoffentlich alles wieder seinen geregelten Gang und ich kann wieder zweimal laufen. Zur Zeit macht mich das nicht-Laufen ganz hibbelig und motzig.

Achja, der Uni-Lauf heute fällt natürlich mangels Betreuung ebenfalls flach. Nächster angepeilter (realistischer) Lauftermin ist somit erst wieder im September.

Lauf abgebrochen

Heute habe ich zum ersten Mal richtig einen Lauf abgebrochen und mich abholen lassen. Das Wetter war so furchtbar schwül schon um 9 Uhr, der Berg so steil und im Flachen hat mich dann der Kreislauf verlassen. Bevor ich ganz zusammenzubrechen drohte, hab ich meinen Mann angerufen und mich abholen lassen. Handys haben also doch ihren Wert!

Strecke: 4,2 km
Zeit: 28 min
Training: normal – abgebrochen

Bartenwetzerlauf

An diesem heißen Tag heute haben wir als ersten ein Planschbecken für Benjamin gekauft. Und aufgebaut, so dass er heute Nachmittag planschen konnte. Was er dann auch ausgiebig getan hatte, so dass wir eigentlich schon den ganzen Nachmittag draußen verbracht haben.

Kurz vor fünf ist dann Carsten gekommen und wir sind gemeinsam nach Melsungen gefahren. Da das Waldstadion direkt neben dem Freibad ist, waren die Parkplätze aber so was von voll. Stefan hat uns also abgesetzt und mit dem schlafenden Krümel im Auto erst mal einen Parkplatz gesucht.

Währenddessen haben wir uns für die 5 km angemeldet und uns gegenseitig Mut zugesprochen. „Hauptsache, irgendwer kommt noch hinter uns ins Ziel. – Das wird schon. – Irgendwer wird schon langsamer sein.“

Im Startbereich haben wir Stefan dann wieder getroffen, Benjamin war inzwischen auch wach und wir haben zusammen die letzten Minuten vor dem Start rumgebracht.

Für den Lauf waren 199 Läufer angemeldet, ich fand, es waren erstaunlich viele junge Kinder dabei (geschätzte 11-13 Jahre).

Im Startfeld haben wir uns dann ganz hinten eingereiht (aber wirklich als letztes – bis auf den einen, der vom Orgateam war). Da die ersten zwei Kilometer nur bergauf gehen würden und ich sie wirklich langsam laufen wollte, schien mir das am sichersten, um nicht von den anderen zu schnell mitgezogen zu werden. Na und dann gings auch los, alle vor uns sind weggezischt und wir haben gemütlich gestartet.

Bis zur ersten Biegung (etwa 300 Meter) habe ich gedacht, dass wir wohl doch als letztes ankommen würden. So schnell wie alle anderen waren, das würde ich nie im Leben mehr einholen können. Dann kam jedoch die Kurve und wir haben tatsächlich den ersten gehenden Läufer überholt. Jawoll, überholt ;-). Immer schön langsam sind wir dann im 7.30er Tempo weitergelaufen und haben auf dem ersten Kilometer damit wirklich viele überholt. Nebenbei haben wir uns wohl dosiert unterhalten, so dass wir auch nicht zu schnell wurden.
Auf dem zweiten Kilometer (nach einem winzigen Abstieg) ging es immer noch schön hoch und ich merkte, wie sich die vielen Bergläufe zu Hause bezahlt gemacht haben. Nach und nach haben wir das ganze hintere Feld eingenommen. Das war einfach cool, laufend und ab und zu redend an anderen Läufern vorbei zu ziehen.

Am höchsten Punkt der Strecke, nach zwei Kilometern gab es einen Erfrischungsstand. Da habe ich mir dann erst mal einen Becher Wasser übergeschüttet. Auch wenn der Lauf nahezu komplett im Wald stattfand, war es doch immer noch furchtbar warm. 25 Grad oder so hatten wir noch. Das Wasser hat dann schön erfrischt (ich hab noch kurz aufgeschrien, weil es mir so kalt den Bauch runterlief *g*) und dann haben wir ein bisschen aufgedreht.
Der dritte Kilometer war der schnellste, da ging es allerdings auch erst mal 200 Meter steil bergab. Hier wollte uns doch tatsächlich zum ersten Mal jemand überholen, aber als es flach wurde, haben wir die Läuferin ganz schnell wieder hinter uns gelassen (ha!).
Die letzten zwei Kilometer gingen dann relativ eben durch den Wald, ich war dankbar, dass Carsten seinen Trinkgürtel mitgenommen hatte (auch wenn ich erst darüber gelästert hatte – tschuldigung Carsten) und ich Wasser trinken und mir überschütten durfte.
Mit einer Pace knapp über 6 sind wir dann auf den Sportplatz eingelaufen und mussten nur noch eine dreiviertel Runde absolvieren. Da war noch eine Frau in Gelb vor uns, Carsten hat mich angefeuert und so sind wir die letzten 200 Meter richtig schnell gelaufen und vor der Frau ins Ziel gekommen. Wir wurden sogar vom Stadionsprecher angekündigt!

Im Ziel zeigte die Uhr 30:35 Minuten an, worüber ich zwar nicht erstaunt, aber total erfreut war! Auf dem anspruchsvollen Kurs bei den warmen Temperaturen war das wirklich gut! Der Puls hat 208 Schläge im Ziel erreicht, so viel hatte ich auch schon lange nicht mehr.

Wir haben uns beide sehr über die Zeit gefreut, Stefan hatte im Ziel noch gar nicht wirklich mit uns gerechnet und so gibt es halt nur wenig Fotos.

Anschließend gabs noch ne Bratwurst, warten auf die Ergebnislisten und dann gings schon wieder heim. Ich bin in meiner Klasse immerhin zehnte von elfen geworden. Na, macht nix, hauptsache ich bin mit weniger als 32 Minuten im Ziel angekommen. Auch wenn es nicht ganz 5 Kilometer waren.

Der Lauf war gut organisiert, ich bin mit meiner Leistung zufrieden und jetzt geh ich hundemüde schlafen.

Strecke: 4,8 km
Zeit: 30:35 Minuten
Bartenwetzerlauf

Untergebracht

So, heute morgen habe ich es tatsächlich trotz widriger Umstände geschafft zu laufen. Muss jetzt allerdings gleich den Krümel holen, deshalb nur kurz:

Die neuen Schuhe sind wie ich es erwartet habe: toll. Der Nike free scheint wirklich für mich gemacht zu sein. Gleich beim Loslaufen habe ich gemerkt, dass mir die ersten Meter ausnahmsweise einmal nicht schwer gefallen sind (was natürlich auch an der Begeisterung über neue Schuhe liegen könnte oder darüber, dass die Waage heute morgen einmal unter 70 kg angezeigt hat). Da ich nicht so viel Zeit hatte, habe ich eine nicht so große Runde gemacht, über Feld- und Wiesenwege und Straße.

Mein Eindruck zum Schuh:
Es erscheint mir so, als würde man unruhigen Untergrund stärker spüren als beim 5.0. Insgesamt muss mein Fuß mehr arbeiten, dafür ist der Schuh aber auch etwas stärker gedämpft und somit läuft er ein winziges bisschen mehr wie-von-selbst. Jedenfalls für mich. Grundsätzlich mag ich einfach dieses Gefühl, nicht viel Schuh am Fuß zu haben. Jeder andere Laufschuh (den ich bisher anhatte) kommt mir inzwischen irgendwie steif vor.
Obwohl ich die Schuhe eine halbe Nummer kleiner genommen hätte (42,5 find ich echt groß und Platz hab ich auch viel), bin ich nach dem Laufen doch sehr zufrieden. Mir gefällt der Schuh, ob das was mit Barfußlaufen zu tun hat, weiß ich nicht, es kommt mir auch nicht nach so viel Arbeit für den Fuß vor.

Lauf insgesamt war gut, relativ langsam, ich hatte noch Muskelkater von Montag und blöde Schmerzen im rechten Spann.

Strecke: 6,8 km
Zeit: 46 min
Training: nix besonderes

Nike free Run+

Vorgeschichte:
Gestern Abend waren wir seit vier Jahren endlich einmal wieder beim Badminton. Im Verein sind wir schon ewig, kostet nicht die Welt im Jahr, aber seit wir in Kassel gewohnt haben, waren wir nicht mehr zum Spielen da. Der Weg war einfach zu weit. Aber jetzt, wo wir wieder im Nachbarort wohnen, haben wir es endlich geschafft, nachdem wir es monatelang verschoben haben.

Das Spielen hat echt Spaß gemacht (abgesehen vom fürchterlichen Muskelkater, der mich grad überall plagt), allerdings haben wir beide festgestellt, dass wir dringend neue Hallenschuhe brauchen. Weil wir das montagabendliche Badminton zum festen Termin machen wollen, haben wir uns heute gleich in der Stadt getroffen, um neue Schuhe zu kaufen.

Hauptgeschichte:
Da waren wir so im Laden, der Krümel hat wie immer alle zum Strahlen gebracht und der Verkäufer war total freundlich. Hat uns beiden günstige, normale Hallenschuhe verkauft und weil wir grad da waren und weil der Typ so nett war, habe ich mal nach Laufschuhen gefragt. Ganz harmlos, wollte einfach nur mal was anderes am Fuß spüren um zu merken, wie toll mein Nike free Schuh ist.

Aber was macht der Hund von Verkäufer? Empfiehlt mir ausgerechnet den Nike free Run! Natürlich hab ich ihn ausprobiert und war ja sowas von begeistert! Wow, ein bisschen mehr Dämpfung als der 5.0, aber absolut wundervoll am Fuß – gleich vom ersten Augenblick an. Und was sagt mein Mann? „Ach nimm ihn doch mit, wenn Du gerne möchtest.“
Was sollte ich da noch tun? Klar hab ich ihn mitgenommen! Und jetzt muss ich natürlich morgen laufen gehen, Arbeit hin oder her. Schließlich will ich nicht wie manch anderer meinen neuen Schuh nur im Regal bewundern *g*.

So schnell habe ich mich noch nie für einen Laufschuh entschieden. Schon gar nicht, wenn ich keinen haben wollte. So gut wie der Nike free 5.0, den ich schon habe, hat mir aber auch noch kein Schuh gefallen! Jetzt muss er nur noch morgen den Praxistest bestehen.