Ich mag Schnee II

Leider lag heute keiner mehr. Dafür gabs umso mehr Pfützen und Matsch. Und die sind auch irgendwie toll!

Eigentlich hatte ich mir ja für meinen nächsten Lauf die Strecke nach Brunslar vorgenommen. Heute jedoch war meine Lust auf Laufen nicht allzu groß und die Steigung in Brunslar hat mich dann noch mehr abgeschreckt, so dass ich beschloss, lieber zweimal um die Bahnstrecke zu laufen.
Wie immer mit Grönemeyer auf den Ohren, diesmal jedoch nur ganz wenig eingepackt (Ärmel waren bis auf die furchtbar windigen Ecken die ganze Zeit hochgeschoben) bin ich losgezockelt. Es ging gut los und so habe ich mir vorgenommen, den Lauf zu genießen und die zweite Runde dran zu hängen.
Laufen ist Kopfsache!
Die Feldwege sind alle ganz weich, es ist ein merkwürdiges Gefühl, darüber zu laufen. Jetzt weiß ich auch, weshalb man Feldwege auf Flusshöhe zu dieser Jahreszeit lieber meiden sollte. Teilweise bin ich nämlich meterweise durch Wasser geplanscht. Ich weiß schon, weshalb ich Gummistiefel liebe! Ausweichen auf die Wiesen hat auch nichts gebracht, die waren so schlammig, dass mir der Matsch unter den Schuhen klebte und ich das Gefühl hatte, als trüge ich jeweils zwei Kilo extra mit mir herum. So „benutzt“ haben meine Laufschuhe noch nie ausgesehen!
Mittendrin wurde ich von starkem Wind und Regen überrascht (und zwei Spaziergänger ebenfalls, die sehr amüsant mit ihrem Regenschirm kämpften), aber ich mag ja solches Wetter beim Laufen. Anschließend gabs die Belohnung in Form eines wunderschönen Regenbogens („Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“). Zufrieden habe ich auf dem Rückweg gegen den Wind angekämpft und die letzten paar Meter sogar noch etwas das Tempo erhöht.
Und jetzt freue ich mich auf ein riesiges Stück Sahnekuchen – wir sind nämlich gleich auf einen Geburtstag eingeladen.

Strecke: 7,4 km
Zeit: 51 min

Schwimmen

Im Wasser war ich in den letzten Wochen regelmäßig, allerdings immer nur mit Benjamin beim Babyschwimmen. Und da kann ich leider nicht selber schwimmen. Inzwischen ist der Kurs aber rum und ich gehe mit meiner Freundin (und meinem Sohn) schwimmen.
Allerdings komme ich da genauso wenig zum Schwimmen, denn Benjamin liebt zwar das Wasser und zaubert jedem Vorbeischwimmenden ein Lächeln ins Gesicht, lässt mich allerdings nicht aus den Augen. Heute ist er ganz wild am Beckenrand hinter unserem Ball hergekrabbelt, hat aber immer nach mir gesehen, so dass ich nicht mal eine Bahn schwimmen konnte. Dafür gibts Armmuskeln, denn auch im Wasser ist er noch ein ganz schöner Brocken und er liebt es, wenn ich ihn hochhebe und wieder runterplatschen lasse!

Ich mag Schnee

Endlich habe ich die Sonne mal wieder gegrüßt beim Laufen! Da ist der Schnee doch gleich doppelt so toll wie sonst. Alles hat schön geglitzert und außerdem waren meine Wege netterweise fast alle platt gefahren, so dass das Laufen nicht mehr ganz so mühsam war. Nur vor der Kiesgrube, da war es so spiegelglatt gefahren, dass es schon wieder anstrengend wurde (und natürlich hab ich mich auch gleich einmal hingelegt – ist aber nix passiert).

Vielleicht traue ich mich am Wochenende ja mal wieder auf meine Zweitstrecke, die wesentlich größere Höhenunterschiede aufweist. Heute habe ich nur ein winziges bisschen bei den Feldwegen variiert. Und vielleicht packe ich auch mal neue Grönemeyerlieder auf meinen mp3-Player (genauer gesagt auf den meines Mannes). Aber Beständigkeit ist ja auch was schönes *lach*.

Strecke: 4,7 km
Zeit: 33 min

Da kann die Welt mal draußen bleiben

Kind zur Tagesmutter gebracht, Arbeiten gefahren, beim Fußmarsch vom Zug zur Uni gemerkt, dass der Schnee schon wieder herrlich dick liegt und ich imense Lauflust bekomme, gearbeitet, eingekauft, mit den Nachbarskindern Mathe gemacht, Kind mit nach Hause genommen, Nachbarskind zum Babysitten mit nach Hause genommen und endlich zum Laufen gekommen!

Wie seit neuestem schon immer habe ich mir Grönemeyer auf die Ohren gepackt und bin zum ersten Mal richtig dick eingepackt losgelaufen. Hatte, weil es schon so spät war, sogar extra die gelbe Warnweste an, die ich damals als Helfer beim Marathon bekommen habe. Und meine neuen Laufhandschuhe hatte ich an. Es ging ein eisiger Wind und Schnee ist auch ständig gefallen. Ach und ein Halstuch habe ich mir umgebunden, weil es so kalt war.
Dafür lag auch eine schön dicke Schicht auf dem blöd zugefrorenen Feldweg. Und auf weiten Strecken waren meine Spuren die einzigen weit und breit. Vor mir war alles weiß. Gut, dass ich mich auskenne und genau weiß, wo die Wege verlaufen und wo der Graben ist und wo das Feld anfängt.
Warm genug eingepackt, umhüllt von lautem Grönemeyer-Gegröhle und mit leicht benebelter Sicht (als Brillenträger ist das halt so) bin ich also schön meine Runde gelaufen. Irgendwie kam ich mir ganz entrückt vor, ich war fast in einem kleinen Glückstaumel. Kein Wunder, dass ich dann heute die Runde ohne Gehpause geschafft habe!

Gott, mein Vater, ich danke Dir für dieses wunderschöne Erlebnis!

Strecke: 4,6 km
Zeit: 34 min

Zeit adieu!

So.

Mein Sohn ist ein Jahr alt. Und ein wundervolles Kind!


Ein Tag vor dem Geburtstag.


Beim Geburtstagskuchenessen.


Geschenke auspacken.


Im Bällebad von Mama, Papa und den Paten.

Wir hatten einen schönen ersten Geburtstag mit zum Glück nicht so vielen Geschenken. Geklappt hat es auch ganz gut, trotz meines ersten Arbeitstages am Mittwoch. Ist irgendwie blöd geregelt mit dem Arbeitsbeginn nach der Elternzeit am ersten Geburtstag. Nunja.

Ich bin mal gespannt, wie viel Zeit mir in Zukunft bleibt, jetzt wo ich wieder zweimal pro Woche arbeite. Laufen macht mich aber grad so glücklich, deswegen müssen dafür einfach Freiräume geschaffen werden.

Kalt-kalt-kalt-kalt-kalt

Wertvolle Babysitterzeit habe ich gerade fürs Laufen genutzt statt fürs Lesen. Aber wenn nichts in den Kopf reingeht, dann hat auch noch so viel Zeit investieren keinen Sinn. Und dann macht Laufen echt glücklicher.

Ich bin die selbe Runde gelaufen wie am Samstag, allerdings war heute alles vereist. Das, was am Wochenende schön angetaut war und den Boden griffig gemacht hat, war heute alles fest gefroren. Zum ersten Mal habe ich mir Spikes an die Schuhe gewünscht!
Die Luft war heute auch richtig kalt, meine Brust tut immer noch ein bisschen weh vor Kälte. Aber dafür, dass es heller Vormittag war, war wirklich niemand unterwegs, ein einziges Auto ist mir begegnet.

Strecke: 4,6 km
Zeit: 32 min

Das mit dem Willen, dem Weg und der Zeit

Wow! Wie konnte ich nur so lange auf diese Glücks-Hormon-Ausschüttung verzichten? Laufen ist definitiv mein persönliches Gute-Laune-Elixier, auch wenn ich noch so langsam, kriecherisch, päuslerisch oder sonst was bin.

Von langer Hand angekündigt war meinem Mann, dass ich irgendwann dieses Wochenende laufen wollte. Und heute besucht uns die Oma, also eine gute Gelegenheit, um Zeit für mich zu nehmen. Ich hab auch gar nicht lange rumgemacht und erklärt oder sonstwas, sondern einfach beiden gesagt, dass ich mich jetzt losmache und das war völlig in Ordnung.

Boah, wie lange hatte ich meine Laufklamotten nicht mehr an. Es war richtig schön, in dem Fach im Schrank zu wühlen, bis ich die richtige Kombination für das Wetter zusammen hatte. Dann hab ich mir noch schnell Grönemeyer auf die Ohren gezogen (weise Entscheidung!) und rein in die tollen Laufschuhe und los.
Im Ort ging es ja noch ganz gut, die Straßen waren alle frei und ich hab mich bei „Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist“ richtig spitze gefühlt! Als das Lied (und die erste Steigung) vorbei waren, hab ich gleich mal lauter gedreht, sonst hätte ich wieder nur mein Gekeuche gehört und dann hätte ich Laufpausen gemacht und das wollte ich ja grad nicht. Also weiter, rein ins Feld. Schnee, Eis, Pfützen, mir doch alles Wurscht, ich kann laufen! Musik schön laut, zwei Spaziergänger mit hochrotem Kopf angegrinst und glücklich einmal meine Runde gelaufen mit nur einer winzigen Pause zum Naseputzen!

Das war richtig gut! Ich war zwar wirklich langsam, habs aber durchgehalten. Außerdem kann ichs auf den Untergrund schieben, denn ungefähr drei Kilometer lang musste ich wirklich aufpassen, damit ich nicht umknicke, ausrutsche, hinfalle oder abrutsche. War bestimmt auch ein gutes Training für die Fußmuskulatur :-).

Strecke: 4,6 km
Zeit: 34 min

Ach Mensch, die Zeit!

Nun ist schon wieder der erste Monat des Jahres rum und ich war nur ein einziges Mal laufen! Das deprimiert mich gerade entsetzlich und es kribbelt in meinen Beinen…

Aber (muss es eigentlich immer ein Aber geben?) wenn der Krümel nicht da ist, muss ich mich sowas von dringend um die Promotion kümmern, dass ich immer ein so schlechtes Gewissen habe und nicht laufen gehe sondern brav am Schreibtisch hocken bleibe. Und Abends, wenn mein Mann da ist, bleibt uns für einander sowieso nur wenig Zeit, wo ich auch ein schlechtes Gewissen kriege, wenn ich nur dran denke, laufen zu gehen. Also bleibe ich brav zu Hause.
Und ab nächstem Mittwoch gehe ich auch noch zweimal die Woche wieder arbeiten (jaja, der Krümel wird tatsächlich schon ein Jahr alt!), und somit bleibt dann noch weniger Zeit zum Laufen. Hmpf.

Aber (gut, dass es die Abers gibt!) irgendwie muss das geändert werden. Vielleicht muss ich doch einfach abends mal raus, wenns dunkel ist. Auch wenn ich ein oller Schisser bin und mich fürchte – beleuchtete Wege gibts in unserem 800-Seelen-Ort natürlich nur im Dorf und da rumzulaufen ist einfach ätzend. Oder aber ich nehme mir halt sonntags vorm Gottesdienst eineinhalb Stunden, die ich ansonsten länger im Bett verbringen könnte, weil mein Mann den Krümel nimmt. Oder aber?