Geht wieder

So, bin wieder gesund, schlechte Nachrichten gabs diese Woche auch noch nicht, in einer Stunde wird gegrillt *freu* und ich war grad laufen.

Bin knallrot – hatte Sommersachen an – Sportplatz war belegt – bin Intervalle auf dem Weg gelaufen – jetzt ko – glücklich!

Strecke: 5,8 km
Zeit: 38 min

Kann eine Woche noch furchtbarer anfangen?

So, der Reihe nach (nicht immer kommt das Schlimmste zuerst).

Mein Sohn hustet seit dem Wochenende. Der Kinderarzt meinte am Montag, er habe Kehlkopfentzündung. Er soll sich schonen (na klar, das mache ich ihm natürlich locker klar), sonst könne es sich zu einer gefährlichen Bronchitis auswachsen. Nicht gerade der beste Wochenstart.

Am Dienstag bekommt mein Mann einen Anruf an der Arbeit, seine Mutter sei an ihrer Dienststelle seit Montag nicht aufgetaucht. Da das überhaupt nicht ihre Art ist, hat er mich angerufen, dass ich den Schlüssel nehmen und zu ihr fahren soll. Wir haben uns beide das Schlimmste ausgemalt (das war keine schöne Fahrt). Dann gab es aber erst mal Entwarnung, sie war zu Hause, völlig neben sich, aber scheinbar gesund. Wir waren natürlich ziemlich sauer und geschockt, richtig erklärt hat sie es nicht. Hat was von unangenehmer Darmspiegelung erzählt und uns damit halbwegs beruhigt.
Nachmittags hat sie dann nochmal angerufen und nach einer halben Stunde zieht ihr mein Mann aus der Nase, dass sie seit eineinhalb Jahren Krebs hat und am Montag eine Chemotherapie bekommen hat. Warum sie nie etwas gesagt hat? „Ich bin eine Einzelkämpferin.“

Als obs damit noch nicht gereicht hätte, habe ich in der Nacht aber sowas von schlimm gebrochen und Durchfall bekommen, dass ich ab elf nicht mehr schlafen konnte. Jetzt gehts mir richtig beschissen, die Tagung morgen werde ich ausfallen lassen, mein Mann musste zu Hause bleiben und die Stimmung ist echt niedergedrückt.
Aber wenigstens dem Krümel geht es wieder einigermaßen gut, er hustet zwar noch, ist aber fieberfrei, also kommt da hoffentlich nichts schlimmeres nach.

Achja, diese Woche werde ich dann wohl mal eine Laufpause einlegen. Ich hab zwar keine Ahnung, ob man bei meinem Umfang von „Regenerationswoche“ sprechen kann, aber ich mache wohl eine.

Bin ich ein Hund?

Fast dachte ich schon, ich schaffe diese Woche keinen zweiten Lauf. Stefan und Benjamin sind beide erkältet, was bedeutet, dass Stefan viel schläft und Benjamin viel jammert. Aber ich bin nicht krank geworden (bis jetzt) und Stefan hat trotzdem heute auf den Wurm aufgepasst! Und da es heute im Gottesdienst keine Kinderbetreuung gab, habe ich diesen ausfallen lassen und somit genügend Zeit fürs Laufen gehabt.

Diesmal war wieder die längere Strecke Richtung Brunslar dran mit dem Berg am Ende. Ich war zum ersten Mal dieses Jahr viel zu warm angezogen und habe außer Sichtweite des Dorfes erst einmal einen kleinen Striptease hingelegt und diverse Kleidungsstücke im Hosenbund verstaut. Sah blöd aus, war aber wenigstens nicht mehr so furchtbar warm.
In Brunslar habe ich mich für den Weg außen ums Dorf entschieden und bin somit an unserem letzten Wohnsitz vorbeigekommen. Und ich habe mal wieder festgestellt, wie froh ich bin, nicht mehr mit diesen Leuten zusammen zu wohnen. Überhaupt bin ich froh, aus Brunslar raus zu sein. Ein Zuhause war das nie.
Zum zweiten Mal habe ich den Berg laufend bezwungen und gemerkt, dass ich nach so einer Anstrengung (Puls 202) die Zunge rausstrecke wie ein Hund. Beim Reinholen der Zunge bekomme ich eindeutig nicht genug Luft und so bin ich halt hechelnd die Straße langgeschlichen. Gut, dass bei dem Wetter heute keine Menschenseele unterwegs war. Und die, die mich vom Fenster aus beobachtet haben, sollten ja auch ihren Spaß haben.
Den Rückweg habe ich dann noch ein klein wenig verlängert, so dass insgesamt eine Stunde Laufzeit rauskam. Feinfein.
Und nach einer Erholung bin ich mit Mann, Kind, Opa und Opa-Freundin noch Eis essen gewesen. Noch feiner! Nachher kommen die zwei dann noch zum Putenbraten-essen, dann geht mein Wurm früh ins Bett und ich habe noch Zeit zum Zocken mit meinem Mann. So muss ein Sonntag sein!

Strecke: 9,2 km
Zeit: 60 min

Der Weg war zu sehen!

Wow, ich bin ganz begeistert, dass wir es hier zu Hause tatsächlich organisiert bekommen, dass ich zweimal pro Woche laufen kann. Es funktioniert richtig gut, heute haben meine zwei Männer gemeinsam einen Nachmittagsschlaf gehalten während ich draußen war.

Für heute hatte ich mir vorgenommen, die normale Runde um die Bahn zu laufen und anschließend noch den kurzen Abstecher zum Sportplatz zu machen, um dort winzige Tempoeinheiten einzulegen. Am erstaunlichsten fand ich heute, dass ich den Weg überall sehen konnte und ohne den Schnee auch gemerkt habe, wie uneben er oft ist. Btw, auf Matsch läuft es sich auch anstrengend. Ich war für meine Verhältnisse recht schnell unterwegs und dann am Sportplatz (nach 26 Minuten) schon ziemlich außer Atem.
Wie geplant bin ich die kurzen Seiten möglichst schnell gelaufen, ungefähr mit einer Pace von 5 min/km. Die langen Seiten wollte ich eigentlich ganz langsam joggen, aber ich hab ziemlich schnell auf gehen gewechselt, denn es war mir definitiv anstrengend genug so. Immerhin habe ich vier Runden geschafft, also acht mal ungefähr 18 Sekunden schneller. Das hört sich mal echt nach nix an und trotzdem bin ich jetzt ganz schön fertig. Immerhin habe ich eine Runde mehr durchgehalten, als ich vorher geplant hatte.

Jetzt hüpfe ich mit meinem Sohn in die Wanne und dann überrede ich meinen Mann, dass wir noch einkaufen fahren, ich hab nämlich einen MordsHUNGER!

Strecke: 6,3 km
Zeit: 40 min

Zusammen auf alten Pfaden

Endlich bin ich mal wieder gemeinsam mit Carsten gelaufen! Das haben wir schon ewig nicht mehr hinbekommen (das letzte Mal liegt fast genau zwei Jahre!! zurück). Wir haben uns an der Buga in Kassel getroffen und sind die Strecke gelaufen, die wir in- und auswendig kennen: zweimal drum herum. Ich weiß gar nicht so richtig, worüber ich mich mehr gefreut habe, gemeinsam mit Carsten zu laufen oder eine Strecke, die kaum Steigungen hat!

Jedenfalls bin ich mit großer Motivation an den Lauf rangegangen, ich wusste ja, dass eine Runde ziemlich genau 4 km sind und ich wollte gerne eine Stunde durchlaufen schaffen. Bei meinem Tempo hieß das also für uns, zwei Runden zu laufen. Für Carsten ist das ja trotz längerem nicht-laufen kein Problem, bei mir jedoch ist es zur Zeit die Grenze, die ich grad so schaffe.
Hach, es war schön, die vertraute Laufstrecke zu sehen. Außer uns waren eigentlich auch nur andere Läufer unterwegs (ein Anblick, den ich schon gar nicht mehr gewohnt bin). Ungewohnt war es, ohne Grönemeyer-Gedröhne zu laufen. Aber Carsten hat mich wie immer bestens unterhalten. Vor allem auf der zweiten Runde hat er den Redeteil überwiegend übernehmen müssen *g*.
Erwartungsgemäß waren wir relativ langsam. Wenn ich beim Laufen auch noch reden muss, geht mir schließlich viel schneller die Luft aus. Außerdem höre ich ohne Kopfhörer mein Geschnaufe wieder viel lauter und denke, „hilfe, so ko bin ich schon?“! Nach zwei Runden und etwa 8 Kilometern haben uns noch vier Minuten für die volle Stunde gefehlt und so haben wir noch ein paar winzige Runden gedreht (Carsten: „Bis wohin müssen wir denn noch?“ Ich: „Bis da vorne.“ Da vorne, wieder Ich: „Oh, es fehlt immer noch eine Minute. Na dann laufen wir noch einmal um den Parkplatz“ Carsten stöhnt. Ich: „Oh, es fehlt immer noch ein bisschen was, lass uns noch bis da hinten laufen!“ lauteres Stöhnen). Natürlich war aber ich diejenige, die am Ende knallrot war und förmlich im Auto zusammengebrochen ist ;-).
So habe ich unser Ende etwas hinausgezögert, dafür waren die drangehängten Meter auch viel schneller und dadurch haben wir überraschenderweise doch eine Durchschnittspace von ganz knapp unter 7 erreicht! Juhu!

Länge: 8,8 km
Zeit: 60 min

Dem Motivationsloch getrotzt

Heute wurde der Krümel mal wieder geimpft. Und zum ersten Mal hat er dabei richtig geweint und war auch den restlichen Tag schlecht drauf. Das senkt natürlich auch meine Laune, zumal er letzte Nacht auch noch schlecht geschlafen hat und ich dadurch wenig Schlaf bekommen habe. Dann kam noch das kalte Wetter dazu und mein spät heimkommender Mann… alles Gründe, die gegen Laufen sprachen.
Aber ich weiß heute schon, dass es morgen sowieso nichts wird und übermorgen liegt in so weiter Ferne. Also habe ich mich überwunden, den Schweinehund rausgetrieben und mich für die „kurze“ (sofern ich davon überhaupt reden darf) Runde entschieden.

Und wieder einmal war ich zu dünn angezogen, auf den ersten zwei Kilometern habe ich nämlich gefroren. Da kam allerdings auch der Wind von vorne. Danach lief es erstaunlich gut, diesmal mit dem Perry-Rhodan-Hörspiel auf den Ohren. Und dann habe ich noch einen Schlenker durchs Dorf drangehängt, weil es so gut lief, dass ich die 5 km noch voll machen wollte. Hat dann auch geklappt.

Nu bin ich hundemüde, der Krümel hat impfbedingtes Fieber und liegt im Bett und ich hoffe nur, dass diese Nacht besser wird als die letzte.

Länge: 5 km
Zeit: 34 min

Getraut

Heute habe ich es gewagt, die Strecke nach Brunslar (und vor allem den Berg zurück) in Angriff zu nehmen. Meinen mp3-Player habe ich mir extra neu bestückt, ein paar Grönemeyer-Lieder runtergeschmissen, die mir nicht gefallen haben, zwei neue dazu und falls das nicht reichen sollte noch das erste Perry-Rhodan-Hörspiel.

Leider konnte ich nicht mehr in dem herrlichen Sonnenschein von heute laufen, denn mein Mann wollte erst noch eine Runde schlafen und als ich dann um fünf Mann und Kind zu Hause allein ließ, waren dicke Wolken am Himmel. Es war auch ganz schön kalt, aber heute war ich besser angezogen. So langsam habe ich tatsächlich jedoch die Kälte satt beim Laufen und dass, obwohl ich doch sonst eher der schlecht-Wetter-Läufer bin.
Abgesehen vom Wind (nur eine eiskalte Brise) war der Weg nach Brunslar ganz gut, ich war froh, dass die Eder wieder etwas weniger Wasser führte, denn vorgestern noch stand der Weg wohl unter Wasser. Heute hat das Wasser nur bis auf 20 cm an ihn herangereicht, aber ich mag ja eh durchs Wasser planschen, wäre also nicht schlimm gewesen.
In Brunslar habe ich extra langsam gemacht, damit der Puls vor dem Berg schön unten war und dann ganz langsam zu Grönemeyer hoch. Und ich hab es tatsächlich geschafft! Keine Gehpause eingelegt, einfach gelaufen! Jawoll, yeah!
Das hat mich so sehr motiviert, dass ich auch gleich noch den kleinen Schlenker durch die Felder dran gehängt habe. Und der Fall ist eingetreten, Grönemeyer war zu Ende und ich war froh, mir noch den Beginn des Hörspiels anhören zu können.
Bergab war dann natürlich eine einzige Wohltat und jetzt muss ich mich beeilen mit Bloggen und Duschen, denn mein Krümel heult schon wieder und wir müssen noch essen (selbstgemacht Wraps *sabber*) und um viertel vor Acht kommen die Hauskreisleute.

Strecke: 7 km
Zeit: 48 min

Endlich schwimmen!

Heute hat es geklappt, ich war mal wieder schwimmen! Und zwar mit Mann und Kind und Schwimmkumpel. Wir hatten uns für heute Abend verarbredet, und weil dienstags Warmbadetag in unserem Schwimmbad ist und mittwochs das Wasser noch warm ist, haben wir das Mittwoch-Baby-Schwimmen spontan auf abends gelegt, damit mein Mann mal wieder mit dem Krümel schwimmen gehen konnte.

Und es war wirklich schön! Ich durfte erst ganz in Frieden eine halbe Stunde schwimmen (mein Schwimmkumpel ist nur kurz mit mir geschwommen, der ist sofort ab zum Würmchen!) und anschließend haben wir noch zu viert im Babybecken gespielt.
Auch mit Baby war das alles ganz entspannt und er ist auf dem Heimweg eingeschlafen, so dass wir auch noch einen freien Abend hatten. Den haben wir gleich zum „Verwünscht“-gucken genutzt, dieser Film ist einfach super lustig. Und jetzt gehen wir alle mit einem guten Gefühl ins Bett.

Distanz: 250m + 500m + 250m

Wenigstens Laufen

Gleich heute Morgen gabs lauter Frust in meinem Email-Fach wegen einer Tagung im Juli in Slowenien. Vielleicht liest nicht jeder zwischen Sonntagabend halb zwölf und Montagmorgen um halb zehn seine Emails und kann deshalb einer Flugbuchung zustimmen. Aber es ist natürlich auch sehr sinnvoll, wenn fünf Leute gemeinsam fahren, aber jeder alles selber bucht. Na klar.

Für heute Vormittag hatte ich den Babysitter schon organisiert und da mir vor lauter Frust bald der Kragen geplatzt ist, bin ich wie geplant losgelaufen. Wenigstens hatte der Ärger den Vorteil, dass ich mich an einen weiteren Hügel auf meiner „Heimstrecke“ gewagt habe und somit auf dieser Route endlich die 5-km-Marke geknackt habe.
Heute war es kalt (seit langem war ich zu dünn angezogen), ich war gefrustet, musste zwei Laufpausen einlegen, aber jetzt gehts mir wenigstens etwas besser.

Strecke: 5,3 km
Zeit: 36 min