Endlich wieder kühler

Gestern war es zum Laufen total angenehm, endlich nicht mehr so warm. Aber jetzt stehe ich natürlich im Sommer in dem Konflikt, dass ich es gerne kühl hätte zum Laufen und warm zum Schwimmen ;-).

Jedenfalls war das Laufen gestern gut, 6 km ohne Pause und ohne größere Schwierigkeiten, sogar mein Puls war mal etwas niedriger als sonst (im Schnitt 186 Schläge *g*).

Länge: 6 km
Zeit: 41 min
Pace: 6:53 min/km

Buga statt Freibad

Heute morgen hat mich mein Süßer überrascht und gesagt, dass er gerne mit mir grillen gehen möchte. Na, da bin ich doch immer dabei! Und da wir ja immer an der Buga grillen, habe ich gleich beschlossen, dass ich dann ja auch dort schwimmen gehen kann.

Weil mir im Freibad letztens so kalt war, habe ich mir nachmittags noch schnell in der Stadt eine Badekappe besorgt. Ich hatte die Wahl zwischen schwarz, dunkelblau und silber, und da ich unter anderem gern im See gesehen werden würde, habe ich mich für eine silberne Silikonkappe entschieden. Teuer war sie sowieso nicht, ich könnte mir also noch eine andere zum Geburtstag wünschen *g*.

Stefan hat mir an der Buga dann geholfen, das Ding auf den Kopf zu ziehen und sämtliche Haare darunter zu verstecken. Und während ich schwimmen war, hat er den Grill aufgebaut.

Hach, und was war das aufregend im See-Wasser! Zum Planschen war ich ja schon mal drin, aber noch nie zum Schwimmen. Am meisten erstaunt hat mich, dass außer ganz in Ufernähe keine Pflanzen drin wachsen. Sehr angenehm. Als Entfernung habe ich die Strecke zwischen zwei gegenüberliegenden Badebuchten genommen, eine „Bahn“ waren ganz knapp mehr als 200 m.

An das Schwimmen im See musste ich mich richtig erst gewöhnen. Es war erstaunlich warm (kam mir jedenfalls wärmer als das Freibad vor) und wegen der Badekappe habe ich auch einen ganz warmen Kopf gehabt. Und nichts gehört *g*. Am merkwürdigsten fand ich, dass unter mir einfach nichts zu sehen war im Wasser, einfach nur grün-gelb und dann ganz schnell nichts weiter. Das fand ich so unheimlich, dass ich während der ersten Bahn den Kopf gar nicht unter Wasser gemacht habe.
Nach einem kurzen Stopp am gegenüberliegenden Ende (wo mich eine Frau tatsächlich gefragt hat, ob ich Profischwimmerin sei *lach* – das macht wohl die Kappe!) bin ich dann wieder zurück. Und ab dem ersten Rückweg habe ich beim Eintauchen immer die Augen geschlossen ;-). Man muss sich halt nur zu helfen wissen!
Ich habe unterwegs immer mal kurz Wasser getreten, weil mir die Brille permanent ganz fürchterlich beschlagen ist. Wohl weil ich ganz hektisch im Wasser war – so ein See hat es halt in sich.
Danach bin ich die Runde noch einmal geschwommen und dann hat mein Mann auch schon „Essen fertig“ gerufen, sonst wäre ich noch eine Runde geschwommen.

Jedenfalls war es ein sehr interessantes Erlebnis, das Schwimmen in der Buga. Und sehr angenehm war, dass keinerlei sonstige Schwimmer neben mir waren, durch die Wellen erzeugt wurden. Und gekostet hats auch nichts! Das werde ich auf jeden Fall wieder machen! Ich muss mir nur irgendetwas einfallen lassen, damit mir die Brille nicht immer so stark beschlägt. So verliere ich nämlich komplett die Orientierung und muss unterwegs Brille putzen.

Distanz: ~ 800 m

High Noon

Für heute hatte ich mir tatsächlich vier Runden zu Hause vorgenommen. Und völlig überraschend hat Stefan sofort zugestimmt, mich auf dem Fahrrad zu begleiten :-). Darüber habe ich mich total gefreut.

Nach einem sehr vergnüglichen Morgen sind wir also um halb zwölf los, bei etwa 22 Grad und etwas Wind. Auf besonderen Wunsch meines Mannes haben wir die Runde „rechts“ herum gedreht und somit den langen Anstieg statt des kurzen harten gewählt.
Die ersten zwei Runden hat mich Stefan begleitet, danach bin ich alleine weiter gelaufen. Immer wenn ich zu Hause vorbei gekommen bin, habe ich kurz Pause gemacht, mir Wasser über den Kopf geschüttet und ein bisschen was getrunken. Ab der dritten Runde bin ich sackenass wieder gestartet und innerhalb von der viertel Stunde, die ich für eine Runde brauche, fast komplett getrocknet. Es war halt schon ganz schön warm inzwischen.
Die letzte Runde war dann auch total anstrengend, ich hab auch unterwegs Pausen eingelegt und bin total ko zu Hause angekommen. Insgesamt bin ich 59 Minuten gelaufen, mit Pausen war ich allerdings eine Viertelstunde länger unterwegs. Toll wars allemal.

Länge: 8 km
Zeit: 59 min
Pace: 7:25 min/km

Hallo Freibad!

Um der stickigen Wohnung zu entfliehen (die Fenster verschwinden wegen Fassadenarbeiten hinter Folie) bin ich heute wieder schwimmen gegangen. Und da das Stadtbad ja nun Sommerpause hat, bleiben mir das Auebad oder das Freibad Wilhelmshöhe in erreichbarer Nähe. Weil die Bahn direkt vor meiner Tür bis zum Freibad Wilhelmshöhe fährt, ist meine Wahl darauf gefallen. Außerdem kenne ich dieses Bad schon.

Tja, was soll ich sagen? Es war KALT! Sowieso nur 22° Lufttemperatur und wohl etwas weniger im Wasser. Und ich friere doch so leicht und bin die totale Sissi was Kälte angeht. Ich dachte, ich kann es einfach mit schwimmen kompensieren, aber selbst nach 500 Metern war mir noch kalt. Und das, obwohl es 50 m Bahnen sind. Das bin ich noch nie geschwommen, jedenfalls nicht am Stück. Es ging jedoch erstaunlich gut, ich war nur ziemlich langsam. Aber bei diesen langen Bahnen ist auch das Zählen viel leichter und ich komme nicht so schnell durcheinander! An die ersten habe ich dann noch 500 m drangehängt und eigentlich wollte ich noch bis 1500 weiter schwimmen, aber es war mir definitiv zu kalt. Erst ganz am Ende habe ich einen Rhythmus gefunden, der angenehm war, trotzdem bin ich dann lieber raus.
Trotz allem war es irgendwie nett. Und erstaunlich voll, sogar mit „normalen“ Badegästen, nicht nur Bahnenschwimmer. Und dass der Eintritt ab 17 Uhr nur 1,50 Euro kostet (gegenüber 3,50 Euro) war natürlich auch fein.

Distanz: 1200 m

Helfer beim Kasseler Marathon 2008

Jetzt ist er vorbei, der zweite Kassel Marathon. Wie angekündigt war ich diesmal als Helfer im Einsatz, denn für eine Teilnahme bin ich in den vergangenen Monaten viel zu wenig gelaufen. Aber mal auf der anderen Seite dabei sein hat mir auch sehr gut gefallen und war eine schöne Möglichkeit, trotzdem dabei zu sein.

Ich bin morgens um halb sieben (igitt) los zum Treffpunkt an der Friedenskirche. Zu dem Zeitpunkt war es noch ganz ruhi in Kassel und ziemlich diesig.

Dort wurden die freiwilligen Helfer eingewiesen und sehr üppig mit Ausrüstung und Verpflegung ausgestattet. In unserem Beutel war ein T-Shirt (Helferteam), eine Kappe, ein Regenumhang, eine Warnweste, zwei Flaschen Saft, drei Päckchen Schokomilch, Gummibärchen, Müsliriegel, Informationsmaterial, Werbung, 2 Karten für das Askina-Sportfest, eine Ermäßigung für die Therme und eine Einladung zur Helferparty im Juli!

Unsere Aufgabe sollte darin bestehen, die Straße zu sichern, also an Straßeneinmündungen zu stehen und darauf zu achten, dass niemand unerlaubt auf die Laufstrecke fährt. Mir wurde die Bismarck-Straße zugeteilt, die netterweise ganz in der Nähe von zu Hause liegt. Dort hab ich T-Shirt, Kappe und Weste angezogen und mich um halb Acht aufgestellt. Vorher habe ich mir allerdings wohlweislich noch einen Klappstuhl von zu Hause geholt.

Ich stand also kurz hinter KM 15, bzw. 36, also in der zweiten Hälfte der Strecke.

Die ersten, die vorbeikamen, waren die Inliner. Die sind immer in kleinen Gruppen vorbeigefahren, irgendwie fand ich das ziemlich unspektakulär.

Weil es noch so früh war, haben auch noch kaum Zuschauer an der Strecke gestanden, ich habe mich deshalb bemüht, die Fahrer anzufeuern, aber es hat kaum einer drauf reagiert.

Ganz anders war das, als gegen kurz nach Neun die ersten Läufer zu sehen waren. Neben mir an der Straße stand mittlerweile ein Zuschauer mit einer riesigen Trommel und bei Jo’s Garage war auch eine tolle Stimmung.

Die erste Gruppe bestand (wie sollte es anders sein) aus den Top-Marathonläufern. Die waren so schnell schon wieder vorbei, dass ich kaum fotografieren und anfeuern konnte. Gewonnen hat übrigens der Läufer, der links hinter der Nummer 14 kaum zu sehen ist, in 02:15:34.

So langsam füllten sich dann auch die Bürgersteige und die weiteren Läufer kamen an viel Trubel vorbei.
Zwischenzeitlich kam der Helfer-Gruppenleiter vorbei und brachte mir sogar noch eine Tüte mit drei belegten Brötchen, die Versorgung für die Helfer war wirklich traumhaft!

Irgendwann kamen dann auch Stefan und seine Mutter vorbei, leisteten mir Gesellschaft und schauten sich das Ganze mit an.
Ich hatte als Streckenposten nicht sonderlich viel zu tun, ab und zu musste ich ein paar Freizeitfahrradfahrer ermahnen, von der Strecke zu fahren, ein paar Fragen von Zuschauern beantworten (was bedeuteten eigentlich die roten Startnummern?) oder Autofahrer freundlich darauf hinweisen, dass sie leider nicht in meine Straße einfahren konnten. Aber alle waren sehr freundlich und kooperativ.
Gerade als ich mal wieder eine Zuschauerfrage beantwortet hatte (was machen die eigentlich, wenn sie mal müssen?) kamen Carsten und Mario an mir vorbeigeflitzt, so dass ich sie grad nur noch von hinten erwischt habe.

Die zwei haben den Halbmarathon in der super Zeit von 2:08 geschafft! Manuela habe ich leider gar nicht gesehen, aber sie ist wohl auch gut im Ziel angekommen!

In der zweiten Runde waren erwartungsgemäß viel weniger Läufer unterwegs, denn die Halbmarathonis und Walker absolvierten ja nur die 21 km. Blieben also noch die Marathon- und Staffelläufer. Von denen wurde jeder einzelne von mir durch Klatschen angefeuert und fast alle haben sich darüber sehr gefreut und viele haben etwas wie „Danke“ oder „Ihr seid auch spitze“ gerufen. Ab zwölf wurden die Abstände zwischen den einzelnen Läufern immer größer, Zuschauer standen kaum noch an der Strecke und mir wurde in der Sonne immer heißer. Als um viertel vor zwei der letzte Läufer endlich an mir vorbei war, bin ich sonnenverbrannt, total müde und sehr glücklich von meinem Mann nach Hause gebracht worden!

So ein Helfereinsatz lohnt sich total und jetzt kenn ich beide Seiten dieser Veranstaltung!