Neue 10 km Runde

Der ganze Morgen ging heute schleppend los. Um halb elf konnte ich dann endlich loslaufen und ganz im Sinne des Morgens war der erste Kilometer sehr zäh. Die Luft war schwül, obwohl es nur 17° waren und das Atmen ging schwer. Immer schwerer wurde es bergauf, ich hatte mir für heute eine ganz neue Route vorgenommen, bei der ich auch nur so ungefähr wusste, wo es langging.

Die ersten vier Kilometer bin ich querfeldein gelaufen, Trampelpfade durch Miniwälder und ein Stück durchs Feld, viele Wiesenwege. Meine Beine waren schnell mit nassen Pollen und Blüten gesprenkelt, aber wenigstens auch schön feucht und erfrischt. Über den Berg ab dem nächsten Ort ging es parallel zur Landstraße auf einem geteerten Fahrradweg. Da lief es dann ganz gut, insgesamt war ich heute gefühlt recht langsam unterwegs. Ab Grifte ging es dann stetig drei Kilometer bergauf, allerdings nur eine minimale, absolut winzige Steigung. Grad so, dass man entweder das Tempo weiter drosseln musste oder keine Erholung einlegen konnte (hab das Tempo gedrosselt). Dann noch die Landstraße nach Hause, wie immer am Sonntag so gut wie kein Autoverkehr.

Den Trinkgürtel hatte ich auch heute wieder dabei. Zwischendrin hatte ich ihn total vergessen, das Wetter war angenehm, so dass ich nicht wirklich etwas zu trinken brauchte und vom Gewicht, bzw. Gürtel habe ich kaum etwas gespürt. Prima bestens also.

Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob ich nächste Woche vor dem Lauf am Samstag noch einmal laufen gehe oder ob ich Pause mache. Dafür spricht Regelmäßigkeit im Training, dagegen spricht, dass ich Mittwoch (statt Donnerstag wie sonst) arbeiten muss und deshalb kaum Zeit haben werde.

Strecke: 10,6 km
Zeit: 69 min
Training: langsamer langer Lauf

Pyramidenlauf

Wieder einmal ist Mittwoch, mein Wurm spielt mit seinem Papa und ich habe Zeit zum Laufen! Angeregt durch Libris habe ich einen Pyramidenlauf in den Forerunner programmiert, mit jeweils knapp 2 Kilometer ein- und auslaufen (obwohl ich nicht glaube, dass ich drei schnelle Minuten durchhalte).

Morgens laufen finde ich nach wie vor anstrengend, aber was soll ich machen? Ich muss die Zeit nutzen, die ich hab und nachmittags/abends habe ich keine Gelegenheit zum Laufen in der Woche. Also hab ich mir ein paar Smacks mit viel Nesquik reingezwängt, den Forerunner programmiert, dünne Sachen angezogen, Grönemeyer auf die Ohren gelegt und bin los.

Warm, anstrengend und das gleich zu Beginn.

Nach 200 Metern hab ich gemerkt, dass der Trainingsassistent nicht an ist. Klick klick und los gehts. Nach zwei Kilometern war ich an der Eder im Schatten unter Bäumen und habe mit der ersten schnellen Minute angefangen. Gut, dass ich das für den etwas kühleren Schattenweg geplant hab. Boah, eine Minute ist lang! Und schnell ist eklig. Trotzdem hab ich eine Pace unter 6 geschafft. In der Erhlungsminute danach bin ich allerdings gegangen. Ebenso in den zwei Erholungsminuten nach den schnellen zwei Minuten. Und während der drei schnellen Minuten bin ich am Wendepunkt meiner Strecke angekommen und hab gedacht – Hilfe, so weit muss ich jetzt noch zurück (3 Kilometer etwa). Prompt habe ich natürlich die drei Minuten nicht durchgehalten, sondern nur gut zwei, den Rest bin ich gegangen. Bei den schnellen Einheiten klettert der Puls aber auch immer dicht an oder knapp über 200 Schläge und das ist bei dem schwülen Wetter selbst für mich hart.
Na gut soweit, die restlichen zwei schnellen Einheiten habe ich auch noch hinter mich gebracht (die letzte schnelle Minute aber auch nur, weil mir eine andere Läuferin genau in der Zeit begegnet ist) und dann bin ich total fertig nach Hause getrabt. Ich hätt jetzt zwar lieber geschrieben, locker und gemütlich nach Hause gelaufen, aber es war nur noch anstrengend, obwohl die Distanz insgesamt ja nicht so weit war. Achja, die Kotzgrenze war heute schon in Sichtweite.

Hoffentlich bringt diese Quälerei was. Wenigstens fühl ich mich anschließend gut, schließlich hab ich ja was geleistet!

Danke an Frau Libris und Herrn Eff, dass Ihr durch Eure Kommentare dazu beitragt, dass ich Tempo in meine Läufe bekomme!

Strecke: 6,8 km
Zeit: 44 min
Training: Pyramidenlauf

Ich mag Regen

Leider gabs heute keinen. Mein Lauf heute Vormittag war einfach nur anstrengend. Klar ist das Wetter schön, aber beim Laufen war mir doch erbärmlich warm. Heute waren sowieso nur Radfahrer unterwegs, nicht ein einzige Läufer ist mir auf der großen Runde begegnet.

Aber neben allen Unannehmlichkeiten, die das Wetter so mit sich brachte, gab es mir wenigstens die Gelegenheit, meinen neuen Trinkgürtel auszuprobieren.
Von den vier Flaschen habe ich zwei befüllt, eine mit Leitungswasser und eine mit warmem Zitronentee (mein Geheimfavorit beim oder nach dem Laufen). Nachdem ich den Gürtel richtig anhatte (erst habe ich ihn falsch herum probiert, also das, was nach vorne muss, nach hinten gepackt, aber es ist schon logischer, zwei Flaschen am Rücken und nicht direkt vor dem Bauch zu transportieren), war ich ganz erstaunt, dass der so wenig stört. Klar, zwei mal 125 ml sind auch nicht viel, aber die Verteilung und der Druck und alles war wirklich in Ordnung. Nach ungefähr einer halben Stunde habe ich die erste Flasche gezogen, das ging sehr einfach, und mir Wasser über den Nacken gespritzt. Aus der Öffnung kommt nicht viel raus, das ist aber auch ganz gut so beim Laufen. Später das Trinken hat auch gut funktioniert und vor allem das zurück in den Gürtel schieben hat nach dem dritten oder vierten Mal direkt blind geklappt. Von der Menge hat es auch bis zu Hause gereicht, ich bin insgesamt wirklich sehr zufrieden mit dem Teil.

Strecke: 11 km
Zeit 71 min

Es regnet

Mittwochs fährt mein Mann jetzt immer erst am späten Vormittag an die Arbeit und macht sich einen schönen Vormittag mit unserem Sohn. Das gibt mir die Gelegenheit, einen kurzen Lauf dahin zu legen.

Heute war es draußen kühl und erfrischend. Andere hätten gesagt, es war schlechtes Wetter, kalt und regnerisch. Aber ich mag Regen zum Laufen! Zum ersten Mal seit drei Jahren bin ich wieder mit Kontaktlinsen gelaufen (seit Wochen sind wir am Rumdoktorn, weil mal die Form nicht stimmt, mal die Stärke und so richtig gut passen sie immer noch nicht – meine Augen sind wirklich eine Katastrophe). Im Regen ist das einfach toll, auch wenn die Sicht immer noch nicht so gut ist wie mit der Brille. Und ich konnte meine neue Regenlaufjacke ausprobieren, so ein hässliches superdünnes türkis Teil. Und der mp3-Player, bzw. die Kopfhörer konnte ich so auch gleich dem Regentest unterziehen.

Da mir ja nur wenig Zeit gegönnt war, habe ich mich noch einmal für einen schnellen Lauf entschieden. Durch das Wetter gut motiviert bin ich los, hab meine Runde gedreht, die ersten zwei Kilometer einen Tuck langsamer als die letzten drei. Das war auch so geplant, unterwegs hat mich wieder das Gepiepse des Forerunners erinnert, wenn ich zu schnell oder zu langsam war. Zwischendrin (ich war zu langsam) hab ich gedacht, Du blödes Teil, Du kannst mich mal; hab mich aber trotzdem wieder zum schnelleren Laufen animieren lassen. Irgendwie ist es eine nützliche Funktion.

Die Laufjacke hat auch ziemlich dicht gehalten, allerdings auch von innen, denn geschwitzt habe ich ziemlich stark, bin also unter der Jacke trotzdem relativ feucht. Und die Arme waren sowieso ganz nass, denn wie immer hab ich sie mitten im Lauf hochgeschoben. Dem Forerunner macht der Regen überhaupt nichts und auch Kopfhörer und mp3-Player haben gut durchgehalten.
Meine Kappe liegt jetzt auf der Heizung und tropft immer noch!

Lange bin ich nicht mehr komplett im strömenden Regen gelaufen und ich habe es vermisst! An meinen Lauftagen darf der Sommer gerne noch auf sich warten lassen :-).

Strecke: 5 km
Zeit: 31 min

Versuch eines Tempotrainings

Den langen Lauf habe ich diese Woche ja schon am Donnerstag absolviert, also wollte ich mich heute ums Tempo kümmern. Trainingspläne liegen mir nicht, ich bastel mir lieber selbst etwas zusammen.

Für heute habe ich mir überlegt, 2 km einzulaufen, eine Minute Pause und dann in schnellerem Tempo jeweils 2:30 Minuten zu laufen und 1:30 Pause zwischen drin ganz langsam zu laufen. Und das ganze 6 mal im Wechsel.

So viel zur Theorie.

Wetter hat gepasst, die Sonne hat geschienen, trotzdem nur 12° und leichter Wind. Grönemeyer war natürlich auch dabei und der erste Kilometer lief auch wirklich gut. Beim zweiten Kilometer (leichter Anstieg) kam ich mir schon ziemlich flott vor und habe kurzfristig überlegt, statt des Geplanten einfach einen kurzen schnellen Lauf zu machen. Nach dem zweiten Kilometer (Pace: 6:15 min/km) bin ich aber zum urspünglichen Plan zurückgekehrt. Das Tempo hätte ich niemals bis zum Ende durchgehalten.

Ich hatte im Forerunner das Training entsprechend gespeichert und so ging es also los mit der ersten schnellen Einheit. Permanentes „schneller“-Gepiepse und Geblinke während der zweieinhalb Minuten hat mir gezeigt, dass die gewählte Zielpace („langsames Rennen“ – benutzerdefiniert) wohl doch etwas zu hoch gegriffen war. Aber irgendwie war es auch witzig, so angetrieben zu werden und ich habe mich zumindest bemüht, immer wieder auf die geforderte Geschwindigkeit zu kommen. Was war ich froh über die anschließende Pause! Erstmal bin ich gegangen (und habe erneute das „schneller“-Gehetze ignoriert), dann beim sehr langsamen Traben allerdings gemerkt, dass die Pausengeschwindigkeit ganz gut gewählt war. Auch die zweite Einheit habe ich einigermaßen gut durchgehalten. Lag wahrscheinlich an dem Spaziergänger, vor dem ich mir keine Blöße geben wollte ;-). Ab dem dritten Durchgang habe ich die zweieinhalb Minuten jedoch nicht mehr durchgehalten und bin schon nach grob eineinhalb Minuten eingebrochen und zum Gehen übergegangen. Trotz des motivierenden „schneller“-Gepiepses, dass mich immerhin schneller laufen ließ, als wenn ich ohne Trainingsvorgabe losgelaufen wäre.
Bis ich zu Hause war, habe ich nur fünf Durchgänge geschafft. Dann war ich sowas von ko, dass mir der Rest wurscht war. Trotzdem war es irgendwie cool, ich war schön ausgepumpt und von der Zeit her war es auch in Ordnung für ein Training.

Strecke: 5 km
Zeit: 32 min

Marathonmesse

Es ist ja nun nicht dazu gekommen, dass ich die Marathon-Staffel beim Kassel-Marathon mitlaufen kann. Als wir so in der Zeitung blätterten, fiel mein Blick auf einen Artikel über den Marathon und mir fiel auf, dass ja zusätzlich noch die Marathonmesse stattfinden würde. Und weil ich den besten Mann der Welt habe, sind wir dann am Nachmittag nach Kassel in die Messehallen gefahren.

Parken mussten wir einen halben Kilometer entfernt, weil alle Messeparkplätze voll waren. Lag wahrscheinlich unter anderem daran, dass eineinhalb Stunden später der Minimarathon (4,2 km für Kinder) stattfinden sollte und mit 2300 Anmeldungen gut ausgebucht war.

So kamen wir allerdings in den Genuss, das letzte Stückchen der offiziellen Strecke gemütlich gehen zu können. Auch Benjamin fand das toll!

Im ganzen Auegebiet war eine riesige Menschenmenge unterwegs und trotz leichtem Nieselregen war die Stimmung bombastisch!
Ich habe es sehr genossen, in dieser Menge zu baden und die leise Spannung aufzunehmen. Und so ganz nebenbei habe ich mir noch einen Trinkgürtel gekauft:

Schließlich schaffe ich inzwischen ja Läufe über zehn Kilometer und sobald es etwas wärmer wird (wirds bestimmt irgendwann), möchte ich unterwegs Flüssigkeit dabei haben. Außerdem wollte ich schon immer so ein Ding haben!
Ich habe mir einen mit 4×125 ml Flaschen und nur einem winzigen Fach ausgesucht, weil er schön leicht und variabel ist. Die Flaschen stecken in Plastikschlaufen und sind dadurch sehr leicht herauszunehmen. Ob das so praktisch ist, wie ich es mir vorstelle und ob ich damit klar komme, muss sich jedoch erst noch herausstellen. Hoffentlich komme ich nächste Woche zu einem langen Lauf bei warmem Wetter!

Eins mehr

Heute Morgen war perfektes Laufwetter. Kein Wind, keine Sonne, bewölkt mit 9°. Darüber habe ich mich umso mehr gefreut, weil ich meinem Mann für heute vormittag schon einen langen Lauf angekündigt hatte und somit die Zeit eingeplant war.
Da mich der Krümel heute Nacht um zwei geweckt und zwei Stunden wach gehalten hatte, habe ich befürchtet, nicht fit zu sein. Aber wie ich ja weiß, ist Laufen Kopfsache. Also habe ich mich von Müdigkeit und schweren Gliedern nicht abhalten lassen und bin (später als geplant) losgelaufen.

Den letzten langen Lauf über die verschiedenen Orte hatte ich noch in guter Erinnerung, also wollte ich ihn wiederholen. Gleich zu Beginn auf der Landstraße habe ich gemerkt, dass ich langsamer als das letzte Mal war und der Puls höher. Egal, war wohl der Schlafmangel, brauch ich halt länger.
Die ersten zwei Kilometer bis Haldorf gingen ganz gut, auch der Berg war ok. Zum Glück war heute so gut wie kein Verkehr, zu der engen Kurve gibt es leider keine Alternative zur Straße. Dann war ich aber auf dem Bahnfädchen über Dissen nach Gudensberg und auch da ging alles langsam, aber gut. Erstaunt hat mich, dass ich so gut wie niemanden gesehen habe. Nur an der Wasserstelle war eine Männergruppe – die haben mir auch irgendwas zugebrüllt. Gut, dass ich Grönemeyer auf den Ohren hatte.
Von Gudensberg nach Deute runter lief es so gut, dass ich mich in Deute spontan zu dem Umweg über Brunslar entschieden habe, statt direkt nach Hause zu laufen. Ein Grund war allerdings, dass es da nur noch bergab, beziehungsweise eben weiter ging. Direkt nach Wolfershausen hätte ich noch einen winzigen Anstieg bewältigen müssen und ich habe meine Hüften und Knöchel doch schon arg gespürt. Immerhin war ich ja auch schon eine Stunde utnerwegs.
Von Brunslar nach Hause bin ich auf Autopilot gelaufen. Erstens kenne ich die Strecke nun wirklich auswendig (nicht, dass ich mich da überhaupt verlaufen könnte) und zweitens war ich so fertig, dass keine Gedanken mehr Platz hatten außer „laufen-laufen-laufen“. Vor dem letzten Kilometer hätte ich fast kapituliert, aber das geht ja nun wirklich nicht! Also Zähne zusammen gebissen, gelaufen, angekommen, zusammengebrochen *g*.

Nein, nicht wirklich zusammengebrochen, aber doch froh, dass es jetzt vorbei ist. Und ich weiß jetzt auch sicher, dass ein Zehnkilometerlauf als Volkslauf in nächster Zeit die Obergrenze ist, ein Fünfkilometerlauf ist mir wirklich lieber.

Strecke: 14,3 km
Zeit: 100 min

Benjamin

Hier sind mal wieder ein paar aktuelle Fotos meines Krümels :). Er ist schließlich der Grund, weshalb meine Zeit zum Laufen so knapp ist und hat somit eine gewisse Berechtigung, hier aufzutauchen!

Vor drei Wochen bei Verwandten im Garten:

Vor zwei Wochen im Garten beim Schildkrötengehegebau mit Papa:

Letzte Woche hat er zum ersten Mal selbst mit dem Löffel gegessen – was gab es wohl?

Vorgestern auf dem Wickeltisch:

Gestern: